​Patrick Herrmann verbrachte seine komplette Profikarriere bislang bei ​Borussia Mönchengladbach. Nachdem der Mittelfeldspieler in der Hinrunde bei den Fohlen jedoch kaum eine Rolle spielte, wurde der 28-Jährige mit mehreren anderen Klubs in Verbindung gebracht. Nach eigener Aussage fühlt er sich bei den Borussen aber noch immer pudelwohl und hofft daher auf eine weitere Vertragsverlängerung.


Stand jetzt läuft das Arbeitspapier des ehemaligen deutschen Nationalspielers im Sommer dieses Jahres aus. Kein Wunder also, dass bereits mehrere Vereine ihre Fühler nach dem Flügelspezialisten ausgestreckt haben. Ein gestandener Spieler mit stolzen 241 Bundesligaspielen auf dem Buckel ist schließlich nur selten ablösefrei zu haben.

FBL-GER-BUNDESLIGA-MOENCHENGLADBACH-AUGSBURG

Patrick Herrmann ist seit 2010 Teil des Gladbacher Profikaders



In einem Interview mit der Rheinischen Post machte Herrmann daher nun auch keinen großen Hehl daraus und bestätigte, dass​ bereits mehrere Klubs Kontakt zu ihm aufgenommen haben. Im gleichen Atemzug unterstrich der Rechtsfuß aber, dass die Gladbacher weiterhin sein "erster Ansprechpartner" seien.


"Momentan führen wir Gespräche, mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich fühle mich wohl bei Borussia und in Mönchengladbach, eigentlich passt alles, sonst wäre ich nicht schon so lange hier", so der Routinier. Dass man in den Gesprächen mit Manager Max Eberl noch nicht weiter gekommen ist, hängt laut Herrmann vor allem auch mit einem privaten Vorfall bei seinem Berater zusammen, der die Verhandlungen ins Stocken gebracht hatte.


Mittlerweile könne man sich aber wieder mit den Vertragsgesprächen beschäftigen und habe dabei das Ziel, "dass wir zusammenfinden". Dass das Aushängeschild der Gladbacher bei einem ablösefreien Wechsel womöglich ein stattliches Handgeld kassieren könnte, spielt in den Überlegungen des Mittelfeldakteurs angeblich kaum eine Rolle: "Das habe ich mir auch sagen lassen, aber ich weiß es aus eigener Erfahrung nicht, ich bin ja noch nie gewechselt, seitdem ich Profi bin."

Max Eberl

Auch Manager Max Eberl kennt die Qualitäten seines Spielers



Die bisherigen Bemühungen der Gladbach-Bosse hinsichtlich der Vertiefung der Gespräche deutet Herrmann als eindeutiges Signal  für eine geplante Ausweitung der Zusammenarbeit. Daran dürfte auch der bevorstehende Trainerwechsel nichts ändern. So ist sich der gebürtige Saarländer sicher, dass er auch unter dem ​neuen Coach Marco Rose gute Chancen auf einen Stammplatz hat.


Dabei könnte er nach eigener Einschätzung von seiner taktischen Variabilität profitieren. Bereits unter Noch-Trainer Dieter Hecking wusste er zuletzt in ungewohnter Rolle als eine Art offensiver Außenverteidiger zu überzeugen. Auch wenn er lieber etwas offensiver agiert, könnte er sich daher in Zukunft sogar einen Posten in der defensiven Viererkette vorstellen.