​Die Spiele gegen ​Eintracht Frankfurt waren für ​Benfica Lissabon nicht nur aufgrund des enttäuschenden Aus im Viertelfinale der Europa League ein Stich ins Herz. Auch dass sich mit ​Luka Jovic ein ehemaliger Benfica-Akteur bei den Adlern zuletzt zu einem gefeierten Stürmerstar entwickelt hat, schmerzt die portugiesische Fanseele. Allem Anschein nach könnte man sich am Ende aber mit einer stattlichen Summe trösten.


Im Sommer 2017 wechselte der heute 21-jährige Angreifer auf Leihbasis von dem portugiesischen Spitzenklub zur Eintracht. Bereits damals galt der Serbe als riesiges Talent, eine derart steile Entwicklung wie zuletzt, hätte dem Offensivspieler aber wohl kaum jemand zugetraut. In der aktuellen Spielzeit explodierte Jovic regelrecht und konnte bereits 25 Pflichtspieltore erzielen.

Luka Jovic

Luka Jovic ist einer der begehrtesten Angreifer in ganz Europa


Umso erfreulicher aus Frankfurter Sicht, dass man sich bei dem Leihgeschäft eine Kaufoption sichern konnte. Von eben jenem Recht machten die Adler nun unlängst Gebrauch und konnten das Sturm-Juwel für die angesichts seiner Qualitäten lächerlich geringe Summe von ​gerade einmal sechs Millionen Euro fest verpflichten. Die sonst als wahre Verkaufsweltmeister geltenden Portugiesen trauern daher ihrer Fehleinschätzung verständlicherweise nach.


Mit einem Kniff im Vertrag des vierfachen serbischen Nationalspielers, könnte Benfica nun jedoch über Umwege doch noch als Teilsieger hervorgehen. So will die BILD in Erfahrung gebracht haben, dass im Kontrakt des Eintracht-Angreifers eine Sonderklausel verankert ist, die Benfica bei einem Weiterverkauf des umworbenen Mittelstürmers 30 Prozent der Transfererlöse zusichert.


Zwar hat Jovic bei der Eintracht einen langfristigen Vertrag bis zum Sommer 2023 unterschrieben, internationale Schwergewichte wie der FC Barcelona und Real Madrid dürften davon aber nicht wirklich abgeschreckt sein. Ab einer Ablösesumme von 60 Millionen Euro, so heißt es, könnten die Frankfurter unter Umständen schwach werden. Benfica würde es freuen.

Jardel,Luka Jovic

Auch gegen seine Ex-Kollegen zeigte Luka Jovic vollen Einsatz


Doch wer denkt, damit wäre das komplizierte Vertragsgewirr bereits komplett aufgedröselt, hat sich getäuscht. So ist auch Benfica nicht das Ende der Verwertungskette. Vielmehr müssten auch die Portugiesen angeblich einen Teil der Jovic-Einnahmen an ein Rechte-Konsortium in Zypern abtreten. Dies liegt daran, dass der Stürmer vor seinem Wechsel zu Benfica einen Umweg über die zypriotische Stadt Limassol machte. Dort spielte er zwar nie, wurde aber zu einem lukrativen Geschäftsmodell.


Besonders pikant ist, dass der Kopf des Konsortiums Fali Ramadani ist, der aktuell als Vermittler von Jovic den internationalen Transfermarkt sondiert. Solche dubiose Transfergeschäfte wurden mittlerweile von der UEFA aus verständlichen Gründen verboten, im Falle von Jovic ist diese Vereinbarung aber allem Anschein nach noch rechtskräftig.