Im Juni endet das Leihgeschäft zwischen dem "kleinen" und dem "großen" ​HSV: dann kommt ​Bobby Woo​d (26) wieder zurück an die Elbe. Angesichts seines vertraglich festgeschriebenen Gehalts von 3,5 Millionen (!) Euro ist man am Volkspark jedoch alles andere als glücklich über diese Rückkehr. Gerüchten zufolge würde man ihn wohl auch verschenken - nur an wen?


Denn eins ist klar: auf Kohle verzichten, wird der US-Boy sicherlich nicht. Notfalls wird er es sich auf der Tribüne im Volksparkstadion bequem machen und seinen Vertrag aussitzen. Wäre ja nicht der erste. 


Kurioserweise ist der Wood-Deal zu einem erheblichen Anteil dem ​Investor Klaus-Michael ​Kühne zu "verdanken". Der setzte nämlich seinerzeit dem HSV die Pistole auf die Brust. Hintergrund: die Hanseaten wollten André Hahn von Borussia Mönchengladbach verpflichten. Das wiederum ging nur über die finanzielle Zusammenarbeit mit dem Logistik-Unternehmer. Und der hatte zu dieser Zeit irgendwie einen Narren gefressen am Ex-Unioner. Also "nötigte" er die HSV-Bosse, den Vertrag mit Wood (zu jenen unsäglichen Konditionen) zu verlängern, ehe er Geld für Hahn locker machen würde. Heute lesen sich Kühnes Kommentare über Wood schon nicht mehr so positiv. ("Wood wollte man damals unbedingt halten. (...) Dann​ hat man tief in die Taschen gegriffen. Auch Wood hat dann versagt." Bild). Mit zarter Selbstkritik sieht Kühne wenigstens ein, eine Teilschuld an dieser fehlgelaufenen Investition zu haben: "(...) Man hat an ihn geglaubt. Ich ehrlich gesagt auch." 


Wie dem auch sei: Stand heute hat eigentlich niemand mehr Verwendung für den Stürmer. In Hannover außen vor, in Hamburg nicht wirklich eingeplant für die Zukunft - wohin geht also der Weg des 45-fachen US-Nationalspielers? Zum heutigen Datum ist diese Frage seriös nicht zu beantworten. Dafür ist das Fußball-Geschäft auch einfach zu schnelllebig geworden. 


Wenn es dem HSV gelingt, Wood zwischen Juni und Saisonauftakt im August irgendwie noch ins Schaufenster zu stellen, könnte sich der eine oder andere Klub vielleicht doch für seine Verpflichtung erwärmen. Ansonsten trägt der HSV auch weiterhin eine schwere finanzielle Altlast mit sich rum. Der Vertrag des Stürmers läuft noch bis 2021.