In den vergangenen Jahren entwickelten sich viele Spieler bei 1899 Hoffenheim weiter. Der gesteigerte sportliche Wert bedeutet jedoch auch das Interesse von anderen, größeren Vereinen, weshalb in jedem Jahr schwerwiegende Verluste drohen. Wie die Bild berichtet, soll Kerem Demirbay bei einigen Klubs hoch im Kurs stehen, darunter Arsenal London


Demirbay ist nur eines der vielen Beispiele, doch immer wieder wird auch anhand seiner Leistungen deutlich, dass das Umfeld mancher Vereine mehr Schaden anrichtet, als es sollte. Der zweifache Nationalspieler wechselte 2013 von Borussia Dortmunds U23 zum Hamburger SV, konnte an der Elbe nicht überzeugen und wurde zunächst an den 1. FC Kaiserslautern und Fortuna Düsseldorf verliehen, ehe 1899 Hoffenheim vorstellig wurde und den zentralen Mittelfeldspieler fest verpflichten wollte.


Der heute 25-Jährige wechselte für 1,7 Millionen Euro nach Sinsheim, die Wertsteigerung ist seither enorm: Demirbay entwickelte sich unter Julian Nagelsmann zum Stammspieler, absolvierte mittlerweile 84 Pflichtspiele für die Kraichgauer und ist aus der Stammformation kaum noch wegzudenken. Zum Zeitpunkt des Transfers betrug sein Marktwert keine zwei Millionen Euro, mittlerweile liegt dieser bei 25 Millionen (via transfermarkt.de).


Im April vergangenen Jahres verlängerte er sein Arbeitspapier bis 2022. Laut Bild ist in diesem eine Ausstiegsklausel enthalten, die es ihm ermöglichen würde, den Verein vorzeitig zu verlassen. Die festgeschriebene Ablösesumme soll zwischen 20 und 30 Millionen Euro betragen, was für die interessierten Vereine kein großes Hindernis darstellt.

Kerem Demirbay

  Interesse aus England und der Türkei: Macht Kerem Demirbay von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch?


Demnach sei besonders der FC Arsenal an einer Verpflichtung interessiert. Bei den Gunners würde Demirbay an der Seite von Spielern wie Granit Xhaka, Lucas Torreira oder Mattéo Guendouzi spielen und Aaron Ramsey, der ablösefrei zu Juventus Turin wechseln wird, ersetzen. Doch auch die beiden Istanbuler-Klubs Besiktas und Galatasaray buhlen offenbar um Demirbay, der seine ersten Schritte im Fußball in der Nachwuchsabteilung des FC Schalke 04 machte. 


Bereits vor einem Jahr soll sich der FC Liverpool mit einem Transfer beschäftigt haben, dürfte nun aber davon absehen. Für die TSG Hoffenheim geht es nun darum, Demirbay von einem Verbleib zu überzeugen - oder die mögliche Millionensumme einzustreichen und einen gleichwertigen Ersatz auf dem Markt zu finden.