​Seit Montagabend ist HSV-Stürmer Manuel Wintzheimer (20) endgültig im Profifußball angekommen. Sein Tor in er 85. Minute bescherte dem HSV einen wichtigen Punkt im Aufstiegskampf. Doch für seinen Manager spielt der Angreifer immer noch eine zu kleine Rolle bei den Rothosen. 


Thies Bliemeister ist beim ​Hamburger SV ein oft und gern gesehener Gast. Die Spieleragentur des Sohns des ehemaligen HSV-Profis Thomas Bliemeister betreut neben Manuel Wintzheimer noch drei andere Spieler aus dem aktuellen Profi-Kader der Hanseaten (Tom Mickel, Mats Köhlert und Hee-chan Hwang). 


Angesprochen auf das Glückserlebnis seines Schützlings Wintzheimer, kommentierte Bliemeister durchaus mit einer zwischen den Zeilen versteckten Spitze gegen die sportlichen Verantwortlichen des HSV: "Die Chance, auf die Manu so lange gelauert hat, hätte er deutlich früher bekommen können." Um dann noch hinterherzuschicken: "Natürlich haben Manu und ich uns die Saison ganz anders vorgestellt."

Manuel Wintzheimer

Nun sind derartige Aussagen eines Beraters in Bezug auf seinen Mandanten durchaus branchenüblich. 


Von den von Bliemeister getätigten Worten jedoch abzuleiten, dass Wintzheimer weg will, wie es das Hamburger Abendblatt in seinem Twitter-Account suggeriert, ist dann wohl doch ein wenig voreilig. Zumal der Spieler selbst sagt: "Es war ein sehr geiles Gefühl.  Aber man muss in jedem Training Vollgas geben, sich empfehlen, Gas geben. Das war nur ein Anfang. Jetzt muss ich noch mehr machen. Immer weiter Gas geben." 


Klingt erstmal nicht so, wie jemand, der sich schon wieder nach einer neuen sportlichen Heimat umsieht. Eher wie die eins-zu-eins übernommene Aussage seines Trainers, der vor ein paar Wochen, im Hinblick auf einen anderen Stürmer im HSV-Kader, genau das eingefordert hatte: sich durch gute Trainingsleistungen über einen längeren Zeitraum für die Profis zu empfehlen. ​Während ein Adressat dieses Postulats es bis heute nicht geschafft hat, selbiges umzusetzen, scheint ein anderer gerade dabei zu sein. Sollte Wintzheimer seinen Worten Taten folgen lassen, wird der Einsatz vom letzten Montag nicht sein letzter gewesen sein. Und sein Berater dürfte dann auch wieder zufriedener sein.