​Nach insgesamt zehneinhalb Jahren ging für Jakub Blaszczykowski das Kapitel ​Bundesliga zu Ende. Anfang Februar kehrte der 33-Jährige in seine Heimat zurück, wo er sich seinem Ex-Verein Wisla Krakau anschloss. Beim polnischen Erstligisten scheint der Routinier wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen zu können.


Im Sommer 2007 verließ Blaszczykowski Krakau und wagte den Sprung nach Deutschland. Rund drei Millionen Euro Ablöse legte ​Borussia Dortmund für den Rechtsaußen auf den Tisch. Für den 106-fachen Nationalspieler sei damals schon klar gewesen, dass er eines Tages wieder nach Krakau zurückkehren wird. "Ich habe bei meinem Wechsel zum BVB schon gesagt, dass ich dort meine Karriere beenden will", erklärte der 33-Jährige vor geraumer Zeit in einem Interview mit dem Portal Schwatzgelb.de


Beim BVB entwickelte sich Blaszczykowski unter Cheftrainer Jürgen Klopp nicht nur zum Leistungsträger, sondern auch zum absoluten Publikumsliebing. Mit den Schwarz-Gelben feierte der Rechtsfuß zwei Meisterschaften und einen DFB-Pokal-Gewinn. In den Planungen von Klopp-Nachfolger Thomas Tuchel spielte der Pole allerdings keine Rolle mehr, weshalb er Ende August 2015 auf Leihbasis zum AC Florenz wechselte. 

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Bestritt 235 Bundesliga-Partien: Jakub Blaszczykowski



Knapp ein Jahr später trennten sich die Wege endgültig. Für fünf Millionen Euro Ablöse wechselte Kuba zum ​VfL Wolfsburg, wo er allerdings nie wirklich glücklich wurde. Im Januar ​löste der 33-Jährige seine Vertrag bei den Niedersachsen auf und kehrte wenig später zu Wisla Krakau zurück. Blaszczykowski griff seinem Ex-Klub nicht nur finanziell unter die Arme, sondern verzichtete auch auf ein entsprechendes Gehalt. Dem Vernehmen nach erhält der Ex-Dortmunder umgerechnet 116 Euro pro Monat, die in Form von Tickets an Kinder in Waisenhäuser gehen. 


An seiner alten Wirkungsstätte wurde der Flügelspieler nicht nur zum Kapitän ernannt, sondern wusste nach kurzer Anlaufzeit auch mit guten Leistungen zu überzeugen. In sieben Ligaspielen war Blaszczykowski an sechs Treffern (vier Tore/zwei Vorlagen) direkt beteiligt. Wie Sport1 berichtet, wurde der Routinier zum Spieler des Monats März gewählt. Ob der Rückkehrer auch in der kommenden Saison für Wisla Krakau aufläuft, ist derzeit ungewiss. Der Vertrag des Offensivspielers läuft Ende Juni aus.