Stefan Bell ist eine Identifikationsfigur bei Mainz 05. Der langjährige Innenverteidiger und Vize-Kapitän ist eigentlich nicht aus der Startelf von Trainer Sandro Schwarz wegzudenken, doch in den beiden vergangenen Bundesligaspielen fehlte der 27-Jährige aus Leistungsgründen. Eine ungewohnte Situation, die laut ​Bild als Indikator für eine Trennung im Sommer gelten könnte. 


Seit 2007 spielt Bell für die Rheinhessen und wurde in dieser Zeit nur zwei Mal verliehen: Nachdem er die Saison 2010/11 bei 1860 München verbrachte, sicherte sich Eintracht Frankfurt in der darauffolgenden Spielzeit die Dienste des Innenverteidigers, der jedoch Ende 2011 wieder nach Mainz zurückkehrte.


Ab September 2013 stand Bell regelmäßig in der Mainzer Startelf, fehlte meist nur gesperrt oder verletzungsbedingt. Doch nachdem er den 5:0-Erfolg gegen den SC Freiburg von der Tribüne aus verfolgen musste, war er ​auch gegen den BVB zum Zuschauen verdammt und verbrachte die 90 Minuten auf der Ersatzbank.


Der Vertrag des 27-Jährigen endet im Juni 2020, die letzte Vertragsverlängerung ist bereits über zwei Jahre her. Zum damaligen Zeitpunkt betitelte ​Sportchef Rouven Schröder den Vize-Kapitän als "Leistungsträger und Fixpunkt der Mannschaft und eine Identifikationsfigur für den Verein und unsere Fans" (via transfermarkt.de), jedoch ist mittlerweile klar: Auch solche Spieler haben keinesfalls einen gesicherten Stammplatz.

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   Bewertet die aktuelle Situation nüchtern: Rouven Schröder


"Wir hatten eine schwächere Phase, da macht sich der Trainer noch mehr als grundsätzliche Gedanken – über jeden einzelnen Spieler. So etwas ist auch ein Zeichen an die Mannschaft, dass der Konkurrenzkampf für alle lebt", erklärt Schröder die aktuelle Situation gegenüber Bild. Der 43-Jährige weiß um die "ungewohnte Situation" für Bell, der sich seinen Ärger nicht anmerken lässt: "Er gibt Vollgas."


Noch immer besitze er einen gewissen Stellenwert, an der Vertragslaufzeit bis 2020 wolle Schröder sowieso nicht rütteln. Dennoch ließ er durchblicken, dass die Konkurrenz aktuell den Vorzug erhält, nachdem die Mainzer in den vergangenen zehn Partien acht Niederlagen kassierten: "Jetzt zählen für uns als Verein die letzten Spiele, wir wollen bestmöglich abschneiden. Alles andere bezüglich Kader und Transfers kommt zu der gegebenen Zeit." Letzteres ist eine branchentypische Phrase, die weiterhin Raum für Spekulationen lässt.