Vor dem heutigen Spitzenspiel beim 1. FC Köln (20.30 Uhr) plagen den HSV erhebliche Personalsorgen. Seit gestern steht fest: auch Top-Torjäger Pierre-Michel Lasogga (27) wird heute Abend fehlen. Damit tritt der HSV lediglich mit einem nominellen Stürmer beim Tabellenführer an. Trainer Hannes Wolf (38) sieht darin sogar eine Chance. 


Heute wird HSV-Coach Hannes Wolf 38 Jahre jung. Viel Grund zum Feiern gibt es für ihn trotzdem nicht, denn sein treffsicherster Stürmer, Pierre-Michel Lasogga wird heute Abend aufgrund einer Oberschenkelverletzung nicht mit von der Partie sein. "Es ist einfach so, dass er nicht bei 100 Prozent ist, und dann macht es keinen Sinn", kommentierte der Coach den Ausfall laut Mopo.


Wer jetzt geglaubt hatte, dass sich durch Lasoggas Verletzung eventuell die Chancen für Jann-Fiete Arp (19) erhöht haben, zu einem Einsatz zu kommen, sah sich während des Wochenendes eines Besseren belehrt: der Youngster wurde zum Regionalliga-Spiel der "Rothöschen" beim VfB Oldenburg (1:0) abbestellt. Wo er erneut keine Eigenwerbung für sich betreiben konnte. 


Somit wird im heutigen Kader des ​HSV mit Manuel Wintzheimer (20) nur ein nomineller Stürmer stehen. Ob der Nachwuchsmann heute auch eine Chance kriegt, bleibt abzuwarten. Wolf sprach während der Pressekonferenz etwas nebulös auch von der ​Option "einer falschen Neun". Und davon, dass eine solche Situation auch eine Chance für denjenigen ist, der in das Team rutscht. Konkrete Namen nannte er dabei vorsichtshalber nicht. 


Für Arp quasi die Höchststrafe: in einem wegweisenden Spiel setzt der Trainer, trotz akutem Stürmermangel, lieber auf gar keinen Stürmer bzw. auf einen in Liga 2 noch sehr Unerfahrenen als auf die einstige Vereinshoffnung. 


Wenn es noch eines Zeichens bedurft hätte, um die Scheidung zwischen Klub und Spieler zu versinnbildlichen - Hannes Wolf hat sie mit seiner Personalentscheidung an diesem Wochenende geliefert.