Das Bundesliga-Topspiel auf Sky wird traditionell von Experte Lothar Matthäus begleitet. Der war nach dem knappen ​2:1-Sieg des BVB "not amused" über den TV-Sender. Matthäus motzte live, weil sein Mikro wohl versehentlich freigeschaltet war.


Kleine Panne bei Sky: Direkt nach der Partie am Abend zwischen dem ​BVB und ​Mainz lederte Lothar Matthäus los. "Ich hab hier gar keine Daten. Dann macht eure Sachen doch alleine, wenn ihr mich so im Stich lasst", schimpfte der aufgebrachte Ex-Weltfußballer. Zu sehen war er dabei nicht, es wurden Bilder vom Platz gezeigt, das Mirko von Matthäus war wohl nur versehentlich offen.


Kurz danach: Mit Moderator Sebastian Hellmann begann Matthäus seine Analyse nach dem Spiel - als sei nichts gewesen. BVB-Kapitän Marco Reus kam mit dazu und wurde von Lothar nach dem Dortmunder Einbruch in Halbzeit zwei befragt. Der Streit wurde nicht mehr thematisiert.


Matthäus blieb trotz des Ärgers also professionell. Für die Zuschauer war das ein netter, wenn auch ungewollter Einblick, in die Abläufe bei Sky. Gegenüber der Bild erklärte der Weltmeister von 1990 den Vorfall: "Wir hatten uns eigentlich auf Mario Götze als Spieler des Spiels verständigt. Mir ist wichtig, das dann nicht nur aus einem Gefühl und meiner persönlichen Wahrnehmung heraus zu präsentieren, sondern professionell mit Fakten zu untermauern. Deshalb habe ich das Richtung Regie gesagt. Der einzige Fehler: Das Mikro war etwas zu früh offen."


In Absprache mit dem BVB wurde aber umdisponiert und Reus kam zum Interview. Matthäus wusste das zu diesem Zeitpunkt nicht, nahm es hinterher aber gelassen: "Das ist live..."