​Borussia Mönchengladbach muss im Endspurt um Europa auf Kapitän Lars Stindl verzichten. Die ​schwere Verletzung gegen Hannover hat sich mittlerweile bestätigt - Stindl wurde bereits operiert.


"Es ist zu befürchten, dass er länger ausfällt", sagte Dieter Hecking nach dem knappen 1:0-Erfolg in Hannover. Die Fohlen festigen mit den ersten drei Punkten nach zuvor drei sieglosen Spielen den fünften Platz und halten den Anschluss an die Champions-League-Ränge. Der zweite Sieg in den vergangenen neun Bundesligaspielen wurde teuer erkauft. Denn Stindl hat sich direkt nach Anpfiff das Schienbein gebrochen - das ist mittlerweile traurige Gewissheit.

Max Eberl, am Abend Gast im aktuellen Sportstudio im ZDF, erklärte in der Sendung, dass sich die Befürchtungen bewahrheitet haben: "Er ist schon operiert worden. Ich habe die Nachricht bekommen, dass das Schienbein fixiert wurde. Jetzt heißt es, gute Besserung zu wünschen für die nächsten Monate, in denen er wohl ausfallen wird", so der Fohlen-Sportdirektor.

Lars Stindl

Lars Stindl am Boden: Die schlimme Verletzung ereignete sich direkt zu Beginn der Partie


Für Stindl die nächste schwere Verletzung in dieser Saison. Dieses Mal hat es den 30-Jährigen noch schlimmer erwischt - selbst der Start der neuen Runde unter dem kommenden Trainer Marco Rose wird Stindl verpassen.


Eberl: Kruse kommt nicht zurück - Kaderplaner mit viel Qualität gesucht


Dann wird auch Max Kruse nicht zurück am Niederrhein sein. Einem zuletzt spekulierten Transfer erteilte Eberl eine Abfuhr: "Max ist ein fantastischer Fußballer, wir haben ihn erleben dürfen, und das hat viel Spaß gemacht. Ich bin mir sicher, dass er seinen Weg gehen wird und er noch einen großen Vertrag unterschreiben wird - aber nicht bei Borussia Mönchengladbach", stellte er unmissverständlich klar.

Max Eberl

Guter Dinge, was die Zukunft der Fohlen betrifft: Max Eberl


Stellung bezog er auch zu einem möglichen "Kaderplaner", der ihn künftig unterstützen soll: "Ich habe noch nicht das Mosaiksteinchen gefunden, wir haben auch noch nicht die Position gefunden. Deswegen können wir auch noch gar nicht über Namen sprechen. Man hat aber gemerkt, dass das Aufgabengebiet sehr groß geworden ist. Da machen wir uns nun einfach Gedanken, um den Verein da für die Zukunft aufzustellen", so Eberl. Im Gespräch lobte er ausdrücklich die Arbeit vom scheidenden Coach Dieter Hecking und betonte, dass die Verpflichtung von Marco Rose vor allem auf die "langfristige Ausrichtung" des Klubs ziele.


Dafür scheue er sich nicht, weitere Kompetenzen dazu zu holen. "Ich will auf jeden Fall Qualität haben. Wir in Mönchengladbach sind welche, die frei von Eitelkeiten sind. Da gibt es nicht das hierarchische Denken, sondern darum, Qualität zu finden. Wir haben einen unglaublich großen Namen und uns in den vergangenen zehn Jahren extrem entwickelt. Wir brauchen gute Leute. Es muss passen in unser Konstrukt", beschrieb er das Anforderungsprofil eines "Kaderplaners".