​Noch vor ein paar Wochen schien die Zukunft um den Österreicher Martin Hinteregger schon geklärt zu sein. Durch den Disput mit dem ehemaligen ​Augsburger Trainer Manuel Baum schien eine Rückkehr in die Fuggerstadt nicht ansatzweise denkbar. Mit der Beurlaubung von Baum könnte sich dies allerdings ändern, was auch in die Karten der Augsburger spielt.


Nach dem jetzigen Stand würde Martin Hinteregger im Sommer zum FCA zurückkehren. Sein Leihgeschäft gilt nämlich nur für ein halbes Jahr. Durch den Trainerwechsel in Augsburg hat sich die Situation nun nicht unwesentlich geändert. Einen Vertrag in der Fuggerstadt hat Hinteregger nämlich noch bis 2021.


Trotzdem sei ein Verbleib in Augsburg unwahrscheinlich, so berichtet zumindest transfermarkt.de unter Berufung auf dem kicker. Denn nach seiner Suspendierung vor ein paar Monaten ist es unrealistisch, dass der Österreicher und Augsburg noch einmal zusammen kommen. Die Lage bleibt aber weiterhin unklar, was auch FCA-Manager Stefan Reuter anspricht.


„Fakt ist, dass das Verhalten von Hinteregger nicht zu tolerieren war. Deshalb kam es zur vorübergehenden Trennung. Fakt ist auch, dass er noch Vertrag hat. Das Thema werden wir nach dem letzten Spiel besprechen.“ Auch der neu installierte Trainer Martin Schmidt werde erst zu gegebener Zeit über diese Personalie nachdenken. Prekär ist der Trainerwechsel dagegen am ehesten für ​Eintracht Frankfurt.


Ablöse für Hinteregger wird sich erhöhen


In den Planungen der Eintracht spielte Hinteregger seit seinem Wechsel eine große Rolle. Seit dem Winter absolvierte er jedes ​Bundesliga-Spiel für die Hessen, die auch über die Saison hinaus mit dem Österreicher planen wollen. Dazu müsste man dem FC Augsburg im Sommer ein Angebot machen, um den 26-Jährigen endgültig loszueisen.​ Da eine Rückkehr zu seinem Stammverein nun allerdings nicht mehr unmöglich ist, könnte dies seinen Preis ordentlich hoch treiben.


Dass die Eintracht somit etwas mehr Geld für ihn in die Hand nehmen muss als gedacht, ist Hinteregger klar. „Ich kenne das Budget von Frankfurt und weiß, dass sie vor zwei Jahren 2,5 Millionen Euro für Transfers zur Verfügung hatten. Dadurch, dass ich für 9 Millionen Euro nach Augsburg gewechselt bin, werden sie mich nicht für 2,5 Millionen Euro gehen lassen.“

Benito Raman,Martin Hinteregger

Hinteregger (r.) brauchte in Frankfurt keine Eingewöhnungszeit



Auch Frankfurts Trainer Adi Hütter will erst einmal die genau Forderung der Augsburger abwarten: „Es wird auch eine Frage der Höhe sein. Augsburg wird ihn uns nicht schenken.“ Obwohl er also so eine Verstärkung ist, könnte ein Wechsel letztendlich an der Höhe der Ablösesumme scheitern.


Der Sommer könnte für die beiden Vereine also noch ziemlich spannend werden. Martin Hinteregger hat sich in Frankfurt toll integriert und würde gerne weiter für die Eintracht auflaufen. Dass er hingegen nach Augsburg zurückkehrt ist nicht allzu wahrscheinlich. Es ist also nur eine Frage des Geldes, wie viel Frankfurt zur Verfügung hat und wie viel Augsburg für Hinteregger fordert. Sollten sich beide Vereine einig werden gibt es vielleicht doch noch ein versöhnliches Ende für alle Beteiligten.