Vor über einem Monat hat Jochen Schneider das Amt des Sportvorstands auf Schalke übernommen. Seitdem konnte die ​sportliche Talfahrt der Königsblauen noch nicht gestoppt werden. Neben dem Abstiegskampf hält den Funktionär auch die Suche nach einem neuen Sportdirektor auf Trapp. In Aktionismus möchte der neue starke Mann der Knappen dabei aber nicht verfallen.​


Bereits seit Wochen werden zahlreiche mögliche Kandidaten gehandelt. Der ehemalige Nationalspieler ​Christoph Metzelder galt dabei zwischenzeitlich als Favorit. Da diese Überlegung bei den Ultras des Traditionsvereins jedoch auf wenig Gegenliebe stieß, sollen die Klub-Bosse mittlerweile von einer Verpflichtung des aktuellen TV-Experten Abstand genommen haben.

Jochen Schneider

Jochen Schneider hat auf Schalke alle Hände voll zu tun



Tabellennachbar VfB Stuttgart gelang es zuletzt, mit dem ehemaligen BVB-Chefscout ​Sven Mislintat einen prominenten Namen ins Boot zu holen. Auch die Schalke-Sympathisanten hoffen daher auf eine rasche Entscheidung bei ihrem Herzensklub. In einem Interview auf der Vereinsseite der Schalker wollte Schneider nun jedoch keine Wasserstandsmeldungen abgeben.


Dabei zeigte Schneider zwar Verständnis für die Ungeduld der Anhänger, betonte aber auch, dass er sich davon nicht beeinflussen lassen wolle. "Je unruhiger das Umfeld wird, desto ruhiger werde ich. Ich bin nicht angetreten die erstbeste und schnellste Entscheidung zu treffen, sondern am Ende die Beste für den Verein", so der 48-Jährige.

Christoph Metzelder

Christoph Metzelder ist mittlerweile wohl aus dem Rennen



Trotz Tabellenplatz 14 und einer weiterhin ungewissen sportlichen Zukunft wolle sich der gebürtige Schwabe daher nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Wer mich kennt weiß, dass ich so arbeite. Wir gehen weiter unseren Weg und werden am Ende nur die Entscheidung treffen von der wir zu hundert Prozent überzeugt sind", so der Kaderplaner.


Zu allem Überfluss muss sich Schneider parallel auch noch mit der Suche nach einem Nachfolger für Interimstrainer ​Huub Stevens beschäftigen. Der Niederländer steht nur bis zum Saisonende zur Verfügung. Auch hier handelte man sich dem Vernehmen nach bereits so manche Absage ein.