​​Eintracht Frankfurt musste am Donnerstagabend die erste Niederlage in der laufenden Europa-League-Saison hinnehmen. Im Viertelfinal-Hinspiel unterlagen die Hessen ​Benfica Lissabon mit 2:4. Nach einem Platzverweis agierte die Hütter-Elf rund 70 Minuten lang in Unterzahl. Mit den beiden Auswärtstoren hielt die SGE die Hoffnung auf den Einzug ins Halbfinale am Leben.


"Die frühe Rote Karte hat es uns natürlich schwer gemacht", wird Cheftrainer Adi Hütter auf der vereinseigenen Homepage zitiert. Evan Ndicka wurde nach einer Notbremse vorzeitig zum Duschen geschickt (20.). Den fälligen Strafstoß verwandelte Joao Felix zum 1:0. "In Unterzahl haben wir hier 70 Minuten lang ein richtig gutes Spiel gemacht, sodass wir uns noch alle Chancen für das Rückspiel gewahrt haben. Was mir dabei besonders imponiert hat, war die Mentalität des Teams", betonte der Frankfurter Übungsleiter. 

Die Hessen gingen auch in Unterzahl weiter aggressiv zu Werke und wurden dafür mit dem Ausgleich belohnt. Nach Vorarbeit von Ante Rebic traf ​Luka Jovic zum zwischenzeitlichen 1:1 (40.). Wenige Minuten später mussten die Gäste den nächsten Rückschlag verkraften. Joao Felix brachte Benfica mit einem satten Rechtsschuss erneut in Front (43.). Mit der knappen Führung für die Gastgeber ging es in die Halbzeitpause. 

"Es gab Phasen, in denen wir uns nicht gut angestellt haben, insbesondere in den ersten Minuten nach der Pause", gab Hütter zu Protokoll. Nach Wiederanpfiff wirkte die Eintracht etwas unsortiert, was Benfica zweimal ausnutzte. Ruben Dias (50.) und Joao Felix (54.) schraubten das Ergebnis auf 4:1 in die Höhe. "Die zwei Gegentore nach der Pause waren bitter. Die Partie wäre offen gewesen mit elf Mann", erklärte ​Danny da Costa. "Gegen eine Mannschaft mit dieser Qualität in Unterzahl zu bestehen, ist enorm schwierig. Aber wir haben es gut gemacht, sind noch am Leben und haben die Chance auf das Weiterkommen."

Nach knapp 70 Spielminuten brachte Hütter Goncalo Paciencia für Rebic in die Partie. Die Einwechslung des Mittelstürmers machte sich nur wenige Minuten später bezahlt. Nach einem Eckball war der Portugiese per Kopf erfolgreich (72.). "Mein Tor war wichtig", so der 24-Jährige. "Wichtig ist nun mit zwei Toren Unterschied zu gewinnen im Rückspiel. Wir brauchen unsere Fans, das ist unser zwölfter Mann. Wir müssen dran glauben."

"Nach einem 1:4 noch mal so nach vorne zu spielen und zurückzukommen, war beeindruckend. Ich erwarte nun nächste Woche einen heißen Tanz in Frankfurt", sagte Hütter. "Aber ich bin überzeugt davon, dass wir Benfica schlagen können." Sebastian Rode gab sich nach dem Abpfiff ebenfalls optimistisch. "Die Tür ist noch offen. Das zweite Tor hält uns am Leben", erklärte der Mittelfeldspieler. "Wir sind immer in der Lage, zwei Tore zu schießen."


Pressestimmen


  • "Trotz Niederlage – Eintracht mit Chancen aufs Weiterkommen" - hessenschau.de


  • "Eine Rote Karte bremst den Frankfurter Höhenflug" - Frankfurter Allgemeine


  • "Trotz 2:4: Joker Paciencia lässt Frankfurt hoffen" - kicker


  • "Benfica-Wunderkind erledigt Frankfurt" - Blick


  • "Rot-Schock! Aber Auswärtstore lassen Frankfurt noch hoffen" - Sport Bild