Gegen den ​1. FC Nürnberg am Freitagabend (20.30 Uhr) will der ​FC Schalke 04 die neue offensive Identität sichtbar werden lassen. Interimstrainer Huub Stevens möchte selbst im Abstiegskampf auf schnellen Kombinationsfußball setzen. 


Huub Stevens will sein Heil stärker in der Offensive suchen als noch unter Domenico Tedesco. Im Interview mit dem kicker sagte der 65-Jährige, sein Team müsse "versuchen, so schnell wie möglich hinter den organisierenden Teil des Gegners zu kommen. Damit meine ich nicht zwingend die Verteidigung. Die Organisation kann auch im Mittelfeld liegen." Taktisch soll die Ausrichtung also offensiver werden. "Wir wollen gerne schnelleren Kombinationsfußball spielen", erklärte Stevens seine Strategie für den Saisonendspurt. Dem Niederländer zufolge seien "vertikale Bälle" ein gutes Mittel, um Druck zu erzeugen: "Ich denke, dass wir die Spieler dazu haben."


Burgstaller kritisiert mangelndes Erspielen von Torgelegenheiten


Auch Guido Burgstaller hat spielerische Versäumnisse ausgemacht. "Wir spielen uns zu selten gute Gelegenheiten heraus", so der Österreicher. Dieses Manko "haben wir schon öfter angesprochen, da müssen wir auf jeden Fall besser werden", kritisierte der 29-Jährige. "Wir wollen versuchen, schnell die Räume zu erkennen und schnell nach vorn zu spielen", erklärte er. Gerade im Mittelfeld sei es wichtig, "mit unserem Pressing früh den Ball zu erobern und sofort umzuschalten." Morgen kehrt Burgstaller in seine alte Heimat Mittelfranken zurück. Zwischen Januar 2015 und Januar 2017 hatte der Angreifer beim 1. FC Nürnberg gespielt. 


Wie der kicker feststellt, hat in der laufenden Saison nur Hannover 96 (100) und Nürnberg (111) weniger Chancen erspielt als die Knappen.