Ihn wollte der HSV unbedingt: ​David Kinsombi (23) ist der Königstransfer der Rothosen für die kommende Spielzeit und designierter Nachfolger des zum VfB Stuttgart zurückkehrenden Orel Mangala (21). Wie jetzt der kicker berichtet, wollte auch der Spieler unbedingt an die Elbe wechseln. So sehr, dass er sogar einen Teil seiner eigenen Ablösesumme zahlte.


Welche Bedeutung Kinsombi in den sportlichen Planungen des Hamburger SV spielt, lässt sich vielleicht am besten an den Aussagen von Sportvorstand Ralf Becker (48) erkennen: "Wir sind extrem froh, dass wir einen Topspieler der 2. Bundesliga verpflichten konnten. Trotz seines jungen Alters trägt David in Kiel die Kapitänsbinde und gehört zu den absoluten Leistungsträgern des Teams. Wir arbeiten seit einem halben Jahr an diesem Transfer und sind sehr glücklich, dass wir David nun ligaunabhängig von unserem gemeinsamen Weg überzeugen konnten."


Dass diese Wertschätzung des Vereins gegenüber dem Spieler durchaus auf Gegenseitigkeit beruht, unterstreicht die Tatsache, dass der Spieler selbst gute zehn Prozent seiner Ablösesumme aus eigener Tasche bezahlt. Bei den kolportierten drei Millionen Euro (zuzüglich Boni und Beteiligung an einem eventuellen Weiterverkauf) kommen da gut und gerne 300.000 Euro zusammen, die der Spieler für seinen eigenen Transfer beisteuert.


Vielleicht war Kinsombi einfach nur begeistert, mit welcher Vehemenz der HSV die Bemühungen um seine Verpflichtung betrieben hat. Immerhin stand Trainer Hannes Wolf (37) schon kurz nach Kinsombis Schienbeinverletzung im Januar an dessen Krankenbett, um ihm einen Wechsel in die Elbmetropole schmackhaft zu machen.


Von diesem Moment an wollte der in Rüdesheim am Rhein geborene Sohn kongolesischer Eltern nur noch zu einem Klub: dem ​HSV. Selbst als die Verhandlungen zwischen beiden Klubs ein wenig ins Stocken gerieten, blieb Kinsombi unbeirrbar bei seiner Linie - bis hin zur Zahlung einer zehnprozentigen Eigenbeteiligung am Transfer.  


Sollte Kinsombi in Hamburg ähnlich einschlagen, wie während seiner zwei Jahre bei den "Störchen", dürfte er die gezahlte Summe vom HSV mit Zinseszinsen wiederbekommen. ​