Der italienische Traditionsverein AC Mailand steht anscheinend vor großen Problemen. Wie sky berichtet, droht eine radikale Strafe wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play. Im schlimmsten Fall würde sogar der Ausschluss von europäischen Wettbewerben bevorstehen.


Der AC Mailand rangiert momentan auf dem vierten Tabellenrang in der ​Serie A und hat durch eine gute Saison Aussichten auf die ​Champions League. Doch nun droht das große Saisonziel verpasst zu werden, allerdings nicht wegen der sportlichen Leistung. Wie die Untersuchungskammer der Europäischen Fußball-Union mitteilte, hat Milan gegen wichtige Auflagen des Financial Fair Play verstoßen. 


Es heißt, dass der 18-malige italienische Meister im Zeitraum von 2016 bis 2018 verschiedenste Auflagen nicht erfüllen konnte. Vor allem die hohen Transferausgaben seien so von der UEFA nicht vorgesehen worden. Über die Strafe entscheidet nun die rechtsprechende Kammer, da man allerdings zum wiederholten Male gegen Anforderungen verstößt, könnte es zu einem Ausschluss von Europapokal-Wettbewerben kommen.

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Der AC Mailand muss wahrscheinlich noch länger ohne Champions League auskommen


Schon im Dezember des letzten Jahres seien Verstöße vonseiten der Mailänder bemängelt worden. Damals musste der AC Mailand mit einer Strafe von zwölf Millionen Euro büßen, zudem erteilte die Finanzkontrollkammer einen Europacup-Ausschluss auf Bewährung. Dagegen legten die Rossoneri allerdings Einspruch ein.


Die nun drohende Höchststrafe ist die Konsequenz von wiederholten Verstöße. Allein in dieser Saison investierte man fast 100 Millionen Euro mehr in Transfers, als man einnahm. In welche Risiken ein Verein sich damit bringen kann, wird nicht nur durch das Financial Fair Play deutlich. Die Strafe droht nämlich auch, da der Rekordeinkauf Mattia Caldara, gekommen für 35 Millionen Euro, die gesamte Saison verletzt ausfiel und in der Liga noch nicht einmal zum Zug kam.