​Nächste Trainerentlassung in der ​Zweiten Bundesliga - und nicht nur das, beim ​FC St. Pauli musste auch gleich der Sportchef seinen Hut nehmen. Pauli-Coach Markus Kauczinski und Sportchef Uwe Stöver wurden am Mittwochmorgen vor die Tür gesetzt.


Neben dem HSV klopfte auch der Stadtrivale aus dem Kiez lange Zeit an der Tür zur Bundesliga. Mit nur vier Zähler Rückstand auf Relegationsplatz drei, scheint der Aufstieg auch weiterhin nicht unmöglich zu sein. Daran glauben mag man bei St. Pauli wohl nur ohne die heute freigestellte sportliche Führung.

Nach nur einem Zähler aus den vergangenen vier Partien, inklusive der Derby-Klatsche (0:4) gegen den HSV und dem nicht minder enttäuschenden 0:4 gegen Abstiegskandidat SV Sandhausen waren wohl zu viel. Man habe auf die sportliche Entwicklung der letzten Wochen reagieren müssen, so die offizielle Stellungnahme des Klubs. Am späten Dienstagabend sei die Entscheidung gereift.

Vorerst werden die Co-Trainer Markus Gellhaus und andre Trulsen das Training leiten, heißt es weiter. 


Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, gerade weil wir Uwe und Markus persönlich sehr schätzen. Aber im Sinne des FC St. Pauli halten wir diesen Schritt für notwendig, um die Saison sportlich erfolgreich zu beenden und die Weichen für die neue Saison stellen zu können", wird Vereinspräsident Oke Göttlich zitiert.


Jos Luhukay soll die Nachfolge antreten


Ein Nachfolger für Kauczinski wurde ebenfalls bereits präsentiert. Es wird der Niederländer Jos Luhukay. Den Posten des Sportchefs übernimmt der kaufmännische Geschäftsleiter Andreas Rettig interimistisch bis zum Saisonende.

Der 55-Jährige ist als Aufstiegscoach bekannt: Mit Hertha BSC und Gladbach hat er schon zweimal den Sprung in die Bundesliga geschafft.