Seit er 17 ist trägt Patrick Herrmann das Trikot von ​Borussia Mönchengladbach. Nach guten Leistungen in den letzten Wochen setzt sich die Geschäftsführung der Fohlen nun mit einer Vertragsverlängerung des 28-Jährigen auseinander.


Im Jahr 2010 machte Herrmann sein Debüt für die Gladbacher und legte seitdem einen steilen Aufstieg hin. In der Saison 2011/12 mauserte er sich mit 16 Scorerpunkten zum Stammspieler, eroberte sich damit einen Stammplatz und konnte diese Leistung in den darauffolgenden Saisons sogar bestätigen. In der Spielzeit 2014/15 schoss er sogar 16 Tore und bereitete weitere sieben vor, was ihm im Sommer den ersten A-Nationalmannschaftseinsatz bescherte. Doch im Oktober folgte die bittere Diagnose: Riss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie. Zwar kam er in der Rückrunde derselben Saison zurück, konnte jedoch nicht mehr an seine Leistungen anknüpfen. Im folgenden Jahr ereilte ihn sowohl ein Muskelfaserriss als auch ein Riss des Syndesmosebandes, was ihm weitere Zeit und Spielpraxis kostete. Seit 2017 blieb von langwierigen Verletzungen verschont, doch seine hochklassige Form konnte er nicht mehr abrufen, was ihm auch seinen Stammplatz bei den Gladbachern kostete. Vergangene Saison reichte es dann lediglich zu zwei Vorlagen.


Hermann kommt wieder in Form


Doch nun, mit 28 Jahren, scheint es wieder bergauf zu gehen für den Saarländer. In der laufenden Spielzeit konnte er immer öfter sein Talent aufblitzen lassen, sodass die Fans in den vergangenen Wochen vehement einen Startelf-Einsatz Herrmanns forderten. Kein Wunder, wurde er doch sogar von den Gladbachern zum Spieler des Monats März gekürt.


Trainer Hecking beugte sich dem Druck und ließ ihn am vergangenen Wochenende gegen ​Werder Bremen von Beginn an spielen, was der Außenbahnspieler mit einer starken Performance dem Coach zurückdankte. Auch wenn man nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus kam, waren alle sichtlich zufrieden mit der Leistung des 28-Jährigen, als dieser in der 66. Minute ausgewechselt wurde. Aufgrund einer immer noch präsenten Erkältung, musste Hermann sich bereits so früh verabschieden. Er selbst blieb sehr bescheiden im Anschluss an die Partie. Als "okay" betitelte er gegenüber dem kicker seine Leistung, denn "die Rolle war anfangs nur ein bisschen ungewohnt, weil ich sie in diesem System noch nicht allzu oft gespielt habe". Vor der neuformierten Dreierkette musste Hermann auf dem rechten Flügel auch viel Defensivarbeit verrichten.


Winkt ihm ein neuer Vertrag?


Viele hatten eine Rückkehr Hermanns in den Fokus des Gladbacher Kaders nicht mehr für möglich gehalten. Doch vor Kurzem betonte sogar Sportdirektor Eberl, er hielte eine Verlängerung des Arbeitspapiers für möglich. "Gespräche stehen in der nächsten Zeit an", verkündete der Spieler selbst verheißungsvoll