​Hannover 96 hat sich - wie erwartet - von Horst Heldt getrennt. Der Sportdirektor muss aufgrund der anhaltenden Talfahrt und dem somit drohenden Abstieg gehen. 


Horst Heldt steht bereits seit mehreren Wochen unter Beschuss. Nicht zuletzt durch die Installation von Thomas Doll, dessen Verpflichtung sich für die ​96er überhaupt nicht ausgezahlt hat, hatte der 49-Jährige seinen letzten Kredit bei den Niedersachsen verspielt. Zudem sorgten zahlreiche Transferflops vor der Saison dafür, dass 96 wohl den Gang in die 2. Liga antreten muss. Auch für diese muss sich der Funktionär nun verantworten.


"Die Zielsetzung der Fußball-Bundesligasaison 2018/19 war, einen gesicherten Tabellenmittelplatz zu erreichen. Die Sportliche Leitung hat versichert, dass dieses Ziel mit den Transfers erreicht wird und die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Diese Einschätzung hat sich nicht bestätigt", teilte der Verein in einer offiziellen Mitteilung mit.

Das Verhältnis zwischen Heldt und Klub-Boss Martin Kind gilt zudem seit geraumer Zeit als äußerst angespannt. Kind ließ in den vergangenen Wochen mehrmals durchblicken, dass der Sportdirektor keine Zukunft bei den 96ern habe - nun vollzog man endgültig die Trennung.


Wer die Nachfolge des 49-Jährigen antritt, ist noch unklar. Laut Bild ​soll Dietmar Beiersdorfer ein Kandidat sein. In der Zwischenzeit könnte Vereinslegende Jan Schlaudraff übergangsweise die sportlichen Geschicke leiten.


Heldt zum FC Schalke?


Durch das Aus in Hannover ist für Heldt derweil der Weg zu seinem Ex-Klub FC Schalke frei. Die Königsblauen suchen bekanntermaßen einen Sportdirektor - ​Wunschlosung Christoph Metzelder steht dem Vernehmen nach vor einem Engagement bei RB Leipzig, wodurch Heldt wieder in den Fokus der Schalker rückt.