​Borussia Dortmund bekam am vergangenen Samstag eine Lehrstunde erteilt. Beim ​FC Bayern München kassierten die Schwarz-Gelben eine 0:5-Niederlage. Cheftrainer Lucien Favre musste nach der Partie reichlich Kritik ​für seine Aufstellung einstecken. Kritische Stimmen gab es angeblich auch aus den eigenen Reihen. Medienberichten zufolge waren vier Profis über ihre Nichtberücksichtigung für die Startelf alles andere als erfreut.


"Dieses 5:0 ist sehr schwer zu verdauen, aber es war klar verdient. Das war ​eine Lehrstunde", resümierte Favre auf der anschließenden Pressekonferenz. Der 61-jährige Übungsleiter überraschte am Samstagabend mit der einen oder anderen Personalie. Mario Götze saß gegen seinen Ex-Verein nur auf der Bank und kam nach gut einer Stunde für Mahmoud Dahoud in die Partie. Der Ex-Gladbacher hatte den Vorzug vor Götze erhalten und lieferte eine desolate Leistung ab.


"Nach dem Spiel ist es einfach zu sagen, dass es nicht gut war, auf Mario Götze zu verzichten. Aber ich weiß nicht, ob es im anderen System besser gewesen wäre", wird der BVB-Coach vom kicker zitiert. Einem Bericht der Bild-Zeitung zufolge war Götze nicht der einzige Spieler, der über seinen Bankplatz verärgert war. Julian Weigl, der nach der Winterpause einige Male als Innenverteidiger eingesprungen war und überzeugende Leistungen abgeliefert hatte, durfte ebenfalls nicht von Beginn an ran. 

Mario Gotze

Stand überraschenderweise nicht in der Startelf: Mario Götze



Der 23-Jährige wurde in der Halbzeitpause für den völlig überforderten Dan-Axel Zagadou eingewechselt und bot anschließend eine solide Vorstellung. Dem Boulevardblatt zufolge forciert Weigl weiterhin einen Wechsel. Der Defensivspieler hatte bereits in der Winterpause um eine ​Freigabe gebeten. Als heißer Abnehmer wird ​Paris Saint-Germain mit Ex-Trainer Thomas Tuchel gehandelt. 


Mit seinem dritten Wechsel korrigierte Favre einen weiteren "Aufstellungsfehler". Marius Wolf, der zuletzt in einigen Partien als Rechtsverteidiger ausgeholfen hatte, ersetzte nach knapp 70 Spielminuten Lukasz Piszczek. Der 33-Jährige feierte nach mehrwöchiger Verletzungspause (Fersenprobleme) sein Comeback. Die fehlende Spielpraxis war Piszczek allerdings deutlich anzumerken. "Piszczek hat gut trainiert. Doch vielleicht war das auch zu früh", erklärte Favre. 


Marcel Schmelzer soll mit seiner Rolle ebenfalls alles andere als zufrieden sein. Trotz der Ausfälle von Achraf Hakimi und Raphael Guerreiro erhielt der Ex-Kapitän wieder keine Einsatzzeit. Auf der linken Abwehrseite bot Favre erneut den gelernten Innenverteidiger Abdou Diallo auf. Beim 31-Jährigen spricht deshalb vieles für einen Wechsel im Sommer.​