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Die Kaderpläne des FC Bayern: Alle potenziellen Neuzugänge unter der Lupe

Benjamin Pavard und Lucas Hernandez sind bereits da. Wer könnte dem FC Bayern München noch weiterhelfen? Während die Defensive inzwischen gut und breit aufgestellt ist, besteht in der Offensivabteilung noch Nachholbedarf. 

1. Rodrigo (Atletico Madrid)

Wie die Madrider Zeitung Marca berichtet, ist Rodrigo im Fokus des FC Bayern München. Neben dem deutschen Rekordmeister buhlen Manchester City, Manchester United und Paris St. Germain ebenfalls um den defensiven Mittelfeldspieler von Atletico Madrid, der in der laufenden Saison sich enorm verbessert hat. Die Ausstiegsklausel von Rodrigo beläuft sich auf 70 Millionen Euro. 


Allerdings könnte Bayerns Ex-Trainer Pep Guardiola den Münchnern einen Strich durch die Rechnung machen. Guardiola wünscht sich bei Manchester City einen Sechser, der in die Fußstapfen des 33-jährigen Fernandinho treten kann. Rodrigo könnte genau dieser Fixpunkt werden.

2. Kai Havertz (Bayer Leverkusen)

Jung-Nationalspieler Kai Havertz wird auch in der kommenden Saison bei Bayer Leverkusen spielen. "Kai wird bei uns bleiben. Unabhängig vom Ausgang der Saison", sagte Geschäftsführer Rudo Völler. Bayer 04 tue alles dafür, "damit wir in der nächsten Saison wieder international spielen". 


Der 19-jährige Mittelfeldspieler ist trotz seines Alters ein Schlüsselspieler seines Teams. Mit 15 Toren und sieben Vorlagen ist der gebürtige Aachener hinter Kevin Volland der zweitbeste Bayer-Scorer. Sein Vertrag läuft noch bis Juni 2022. Nach Völlers Angaben beinhaltet der Kontrakt keine Ausstiegsklausel. Zuletzt war schon über eine Ablösesumme von 100 Millionen Euro spekuliert worden. 2020 könnte ein Transfer von Havertz zu den Bayern deutlich realistischer werden. Es scheint klar, dass Hoeneß und Co. nichts unversucht lassen werden, um sich das wohl größte deutsche Talente zu sichern.

3. Timo Werner (RB Leipzig)

Sky berichtete jüngst, dass ein Transfer von Timo Werner nur noch an der Ablöse hängt. Bei RB Leipzig wollte man nicht bestätigen, dass eine Entscheidung bereits gefallen ist. Allerdings will man den Angreifer noch vor Sommer 2020 abgeben - dann wird der deutsche Nationalspieler nämlich ablösefrei. 


"Es ist ja kein Geheimnis, dass der FC Bayern versucht, einen Partner für Robert Lewandowski zu finden", sagte Oliver Kahn nun beim ZDF im Aktuellen Sportstudio in Bezug auf die Zukunft des Leipziger Stürmers. "Timo Werner ist ein sehr schneller Spieler, der weiter außen, aber auch innen spielen kann. Ein hochinteressanter Spieler."


In den letzten drei Wochen ist Werner nach einer längeren Schwächeperiode wieder in verbesserter Form. Ob Bayern sich wirklich im Sommer 2019 um Werner bemüht, steht jedoch noch auf einem anderen Blatt. 

4. Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea)

Laut Chelsea-Trainer Mauricio Sarri wird Callum Hudson-Odoi auf jeden Fall bei den Blues bleiben. Das sagte der Italiener bei der Pressekonferenz vor der Partie in Cardiff. Der Vertrag des 18-jährigen Flügelstürmers läuft im Sommer 2020 aus. Weil Chelsea aber von der FIFA mit einer Transfersperre belegt wurde, könnte der Klub im Sommer keinen Ersatz verpflichten, falls Hudson-Odoi geht. Im Januar hatte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic bereits versucht, Hudson-Odoi an die Isar zu holen. Mehrere Angebote bis zu 40 Millionen Euro wurden allerdings abgelehnt. 


In der Vergangenheit ist der Umgang von Chelsea mit ihren jungen Talenten nicht der beste gewesen. Jetzt wollen die Blues das ändern und aus ihren Fehlern lernen. Wahrscheinlich wird Hudson-Odoi in der nächsten Saison eine größere Rolle bekommen, die ihn zum Verbleib bewegen soll. 


"Callum kann gegen jeden Gegner spielen, aber er muss mit seinen Beinen am Boden bleiben. Er muss jeden Tag an sich arbeiten, seinen linken Fuß verbessern, seine Defensivarbeit, seine Bewegungen ohne Ball. Er ist ein sehr guter Spieler, aber ich will, dass er noch mehr als das wird", sagte Sarri. "In dieser Saison wird er etwa 20 Spiele machen, in der kommenden dann 30 bis 35. Wir sind mit ihm auf dem richtigen Weg." Wechselwahrscheinlichkeit: nicht hoch. 

5. Nicolas Pepe (OSC Lille)

"Wir haben uns dazu entschieden, keine Gespräche zu führen – sei es mit Klubs oder Beratern. Bis Mitte Mai wird Ruhe herrschen", sagte Lille-Präsident Gerard Lopez der ortsansässigen Zeitung La Voix du Nord. Bayern München wird sich also gedulden müssen im Werben um den Nationalspieler der Elfenbeinküste, der 18 Toren und elf Vorlagen in der Ligue 1 zu Buche stehen hat.


Zuletzt hatte Sky berichtet, dass der FC Bayern zwar noch kein offizielles Angebot abgegeben, aber bereits erste Gespräche mit den Beratern von Pepe geführt habe. Angeblich soll Pepe nicht für unter 80 Millionen Euro zu haben sein. Ein Wechsel zum deutschen Tabellenführer und amtierenden Meister ist durchaus denkbar. Die entscheidende Frage: Legt Bayern nach dem 80-Millionen-Transfer von Lucas Hernandez noch einmal solch eine hohe Summe auf den Tisch?

6. Florian Thauvin (Olympique Marseille)

Florian Thauvin soll unter anderem von beiden Mailänder Klubs umworben werden. Auch der FC Arsenal und Bayern München werden mit dem 26-jährigen Rechtsaußen in Verbindung gebracht. Laut Sky Sports hat Olympique Marseille dem französischen Nationalspieler nun ein Preisschild verpasst: 50 Millionen Euro verlangt man demnach für Thauvin, der noch bis 2021 in Südfrankreich unter Vertrag steht. 


"Ich rede Dreck, ich bin müde, aber wir waren schlecht diese Saison", schimpfte Thauvin nach der jüngsten 0:2-Pleite gegen Bordeaux. "Es ist jedes Jahr dieselbe Geschichte, mir reichts. Ein Platz in den Top 3? Es ist vorbei. Selbst wenn wir in die Champions League kommen, zu welchem Zweck? Wir sind Mist", zürnte der Linksfuß. Zwischen seinem Verein und Thauvin könnte es zum Bruch gekommen sein. Sollte Bayern Pepe nicht bekommen, könnte Thauvin eine billigere Alternative darstellen. 

7. Luka Jovic (Eintracht Frankfurt)

Die besten Bundesligaspieler sind bei Bayern München natürlich gefragt und heiß begehrt. Nur hat halb Europa Interesse am serbischen Nationalspieler, der die Entdeckung der laufenden Bundesligasaison ist. Als Ablösesumme stehen 60 bis 80 Millionen Euro im Raum. Da Jovic erst 21 Jahre alt ist, könnte er das Erbe des neun Jahre älteren Robert Lewandowski antreten. Aber wie gesagt: Problematisch ist die Anzahl der Nebenbuhler. 

8. Sehr unwahrscheinlich: David Neres (Ajax Amsterdam), Paulo Dybala (Juventus Turin), Gareth Bale (Real Madrid)

Bei Real Madrid hat Gareth Bale keine Zukunft mehr. Nach Informationen der Marca sind Manchester United, Tottenham Hotspur und der FC Bayern München Kandidaten auf eine Verpflichtung. Die Wahrscheinlichkeit, dass Bale wirklich an die Isar kommt, geht aber gegen Null. Der 29-Jährige mit seinen immens hohen Gehaltsvorstellungen passt nicht zum bevorstehenden Umbruch der Mannschaft. 


David Neres hat bei Ajax Amsterdam in Liga und Champions League auf sich aufmerksam gemacht, allerdings dürfte ein Wechsel zum großen FC Bayern zu früh für ihn kommen. Neres ist 22 Jahre alt und spielt auf der Rechtsaußenposition. 


Paulo Dybala dürfte ein Wunschtraum für Bayern-Fans bleiben. Mit einem Marktwert von 100 Millionen (Quelle: transfermarkt.de), einem Vertrag bis 2022 und der Aussicht mit der Alten Dame die Champions League zu gewinnen, gibt es eigentlich keine Gründe für den 25-jährigen Argentinier, Juventus den Rücken zu kehren. 

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