Pablo Maffeo war eines der teuersten Versprechen von Ex-Sportvorstand Michael Reschke, der die Mannschaft des ​VfB Stuttgart im Sommer mit zahlreichen Transfers weiterentwickeln wollte, um sich weiter in der Bundesliga zu etablieren. Doch statt auf dem Platz zu glänzen, fiel der spanische Rechtsverteidiger durch konsequentes Fehlverhalten auf, wie der ​kicker berichtet. Die Folge: Offenbar hat Maffeo bei den Schwaben endgültig keine Chance mehr.


​Für neun Millionen Euro - vor dem Transfer von Ozan Kabak im Januar noch die vereinsinterne Rekord-Ablösesumme - wechselte Pablo Maffeo von Manchester City zum VfB. Der 21-Jährige sollte Routinier Andreas Beck mittelfristig den Rang ablaufen, sich in der Bundesliga einen Stammplatz erarbeiten und nach dem gescheiterten Durchbruch auf der Insel und zwei Jahren beim FC Girona auch auf höherem Niveau durchstarten. 


Der Rekord-Transfer entwickelte sich allerdings zu einem der vielen Missverständnisse, die Reschke vor seiner Entlassung im Februar hinterließ. Die Bilanz: Acht Bundesligaspiele, 601 Einsatzminuten. Seit Dezember stand Maffeo kein einziges Mal im Kader, auf Probleme am Sprunggelenk folgte die stetige negative Haltung des Spaniers, der dem kicker zufolge bereits seit Herbst seiner Unzufriedenheit über Stadt und Verein freien Lauf lässt.

SV Sandhausen v VfB Stuttgart - Pre-Season Friendly

    Steht nun endgültig auf dem Abstellgleis: Pablo Maffeo


Maffeo habe schlichtweg keine Lust auf den VfB, der sich in dieser Saison erneut mitten im Abstiegskampf befindet, obwohl die Verantwortlichen nach Platz sieben im Vorjahr den nächsten Schritt machen wollten, um künftig wieder näher an die Europapokal-Plätze heranzurücken. Bereits im Januar wurde er ​zum Streichkandidaten erklärt, ein Abnehmer ließ sich jedoch ebenso wenig finden wie im Fall von Holger Badstuber, der vor Saisonbeginn seinen Vertrag um drei Jahre verlängerte. 


"Pablo ist heftig abgestraft worden. Jetzt bekommt er von allen Beteiligten die Chance für einen Neustart. Diese Chance hat er auch verdient", sagte Reschke, ​nachdem Maffeo in Stuttgart bleiben musste. Doch diese Chance wollte der 21-Jährige offensichtlich nicht nutzen, stattdessen lasse er die nötige Professionalität heute noch vermissen.


Auch die Mitspieler sollen sich nicht mehr darum bemühen, ihn im Kreise der Mannschaft zu integrieren. Wie weiter berichtet wird, soll Maffeo bereits seit dem vergangenen Mittwoch individuell trainieren, eine Rückkehr in die erste Mannschaft scheint ausgeschlossen. Auch, dass er bei der zweiten Mannschaft auflaufen wird, scheint nicht gerade realistisch: So heißt es, er habe vor kurzem einen Einsatz in der Regionalliga verweigert.