​Am Samstagnachmittag empfängt der VfB Stuttgart zuhause den 1. FC Nürnberg. Ausgerechnet bei dem extrem wichtigen Kellerduell ist die Kreativität von Trainer ​Markus Weinzierl gefragt. Der VfB-Coach muss versuchen, den Ausfall von Gonzalo Castro zu kompensieren - dabei könnte er gleich ​mehrere taktische Veränderungen vornehmen.


Im Kasten der Schwaben bleibt Ron-Robert Zieler weiterhin gesetzt. Das Spiel des Routiniers hatte zuletzt viel Licht, aber auch gelegentliche Schatten. Gegen die Franken erwartet man sich eine fehlerfreie Partie des Schlussmanns.


Die erste Frage stellt sich beim Spiel gegen die Nürnberger in der taktischen Grundordnung. Auf der Pressekonferenz am Donnerstag deutete Weinzierl zwar an, dass er über eine defensive Viererkette nachdenke, wahrscheinlicher ist dennoch, dass es am Ende auf ein 3-4-1-2-System hinauslaufen wird. 


Die defensive Dreierkette dürfte dabei erneut von Marc Oliver Kempf, ​Ozan Kabak und Benjamin Pavard gebildet werden. Weiter im Wartestand ist U21-Nationalspieler Timo Baumgartl, der nach überstandener Gehirnerschütterung auf einen Einsatz brennt. Da seine Teamkollegen auch gegen Frankfurt ​trotz 0:3-Niederlage einen ordentlichen Job machten, muss sich der Youngster aber wohl weiterhin in Geduld üben.


Im Mittelfeld müssen die Schwaben versuchen, den ​Ausfall von Gonzalo Castro aufzufangen. Der Ex-Dortmunder fällt mit einem Bündelriss im Adduktorenbereich aus. Auch Kapitän Christian Gentner steht mit einem Muskelfaserriss in der rechten Wade nicht zur Verfügung. Zum Glück kehrt aber Santiago Ascacibar nach seiner Gelbsperre zurück. Voraussichtlich wird neben dem Argentinier der offensivstarke Steven Zuber zum Einsatz kommen. Aber auch der routinierte Dennis Aogo wäre eine Überlegung wert. Auf den Außenbahnen bleiben Emiliano Insua und Andreas Beck gesetzt.


Als Spielmacher könnte Daniel Didavi mal wieder eine Chance von Beginn an bekommen. Gegen den Tabellenvorletzten dürfte der VfB vor heimischem Publikum deutlich mehr Ballbesitz haben, was der Spielweise des Ex-Wolfsburgers entgegen kommt. Da gegen den Aufsteiger ein Sieg fest eingeplant ist, könnte Weinzierl in der Offensive auf eine Doppelspitze aus Nicolas Gonzalez und Mario Gomez setzen. Der bei den Fans sehr beliebte Anastasios Donis hat wohl nur Außenseiterchancen und muss sich durch starke Joker-Einsätze empfehlen.


Die potenzielle VfB-Formation in der Übersicht: