Vor dem Bundesliga-Heimspiel von Hannover 96 gegen ​Schalke 04 am vergangenen Wochenende war unklar, ob Thomas Doll bei einer Niederlage gegen die Knappen weiter an der Seitenlinie der abstiegsgefährdeten Niedersachsen stehen darf. Derartige Spekulationen wies der 52-Jährige auf der Pressekonferenz am Donnerstag zurück: Wie Doll bestätigte, erhielt er von Klubboss Martin Kind eine Job-Garantie bis Saisonende.


Somit wird Doll, der Ende Januar André Breitenreiter als Cheftrainer ersetzte und sieben seiner acht Pflichtspiele mit Hannover verlor, sich von nun an endgültig voll auf den Saison-Endspurt konzentrieren können. "Ich hatte gestern ein Gespräch mit Präsident Martin Kind. Da hat er mir mitgeteilt, dass wir das bis zum Saisonende durchziehen und ich Trainer bleibe", bestätigte er am Donnerstagmittag.

Nach dem 34. Spieltag werde man sich noch einmal zusammensetzen, doch nachdem Martin Kind zur kommenden Saison den Neuanfang ausgerufen hat, darf davon ausgegangen werden, dass Doll gemeinsam mit Manager Horst Heldt, über dessen Nachfolge bereits zahlreich spekuliert wird, seinen Posten räumen muss.


Bislang machte Doll vor allem mit negativen Aussagen über die Mannschaft sowie einer Auseinandersetzung mit Schiedsrichter Manuel Gräfe nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Augsburg am 26. Spieltag auf sich aufmerksam, doch bereut hat er seine Rückkehr in die Bundesliga keineswegs: "Natürlich haben wir uns das alle anders vorgestellt. Aber ich habe es nie bereut, dass ich das Angebot von Hannover 96 angenommen habe. Das ist ein Traditionsverein, da überlegt man nicht zweimal."

Hannover 96 v FC Schalke 04 - Bundesliga

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Der 52-Jährige fühle sich "immer noch hochmotiviert", freue sich auf die tagtägliche Arbeit mit den Spielern und will am kommenden Samstag im Niedersachsen-Duell gegen den VfL Wolfsburg den zweiten Sieg feiern. Schließlich sei seit der knappen Niederlage gegen Bayer Leverkusen "eine positive Tendenz zu sehen", doch Doll weiß: "Am Ende müssen wir uns auch belohnen."