​Der FC Bayern ist im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den 1. FC Heidenheim noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Trotz Unterzahl und Pausenrückstand gewannen die Münchener wenige Tage vor dem Ligakracher gegen den ​BVB mit 5:4! Innerhalb der regulären Spielzeit, wohlgemerkt.


Die Anfangsphase der Partie verlief eigentlich ganz nach dem Geschmack des ​FC Bayern. Die Münchener waren feldüberlegen und gingen folgerichtig durch Leon Goretzka in der 12. Minute in Führung. 


Doch nur drei Minuten später leistete sich Thiago einen grauenhaften Fehlpass, der schließlich darin resultierte, dass Niklas Süle aufgrund einer Notbremse die Rote Karte sah - diese Entscheidung wurde mithilfe des VAR getroffen, nachdem Schiedsrichter Guido Winkmann zunächst nur die Gelbe Karte gezückt hatte. Das kam bei den Bayern-Fans überhaupt nicht gut an.

In der Folge verlor der Rekordmeister komplett den Zugriff auf die Partie und wurde vom Zweitligisten teilweise schwindelig gespielt. Die Abwehr um Mats Hummels und dem eingewechselten Jerome Boateng machte einen sehr wackeligen Eindruck. So war es keine Überraschung, dass Heidenheims Torjäger Robert Glatzel nach Maßflanke von Marc Schnatterer zum 1:1 einköpfte (26.'). Kurz vor der Pause brachte Schnatterer die Gäste nach einem Konter sogar mit 2:1 in Führung (39.') - die Sensation bahnte sich an!


In der Halbzeit reagierte Niko Kovac und brachte mit Kingsley Coman und Robert Lewandowski bereits seine letzten Offensivreserven. Die Einwechselungen sollten sich bezahlt machen: Der FCB war fortan wieder Herr der Lage und drehte den Rückstand innerhalb von zwölf Minuten in eine Zwei-Tore-Führung. Müller (53.'), Lewandowski (56.') und Serge Gnabry (65.') waren die Torschützen.


Wer nun allerdings dachte, die Messe sei gelesen, der irrte. Heidenheim kam tatsächlich noch einmal zurück ins Spiel. Glatzel brachte seine Farben zunächst in der 74. Minute ran, drei Minute später traf der 25-Jährige mit seinem dritten Treffer des Tages zum 4:4. Vorausgegangen war ein Foul von Hummels, der plump einen Elfmeter verursacht hatte.

In der 82. Minute hätte Heidenheim dann sogar in Führung gehen müssen, nachdem zuvor der FC Bayern in Person von Gnabry nur die Latte getroffen hatte. Doch Thomalla vergab freistehend vor Sven Ulreich.


Wiederum nur zwei Minuten später dann die Entscheidung: Lewandowski sorgte in einem irren Spiel per Handelfmeter für den 5:4-Endstand. Kurz vor Schluss traf Gnabry noch einmal den Querbalken des FCH-Gehäuses. Danach passierte nichts mehr.

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