Heute Abend komplettiert sich das Feld für das diesjährige Halbfinale des DFB-Pokals. Nachdem gestern erst der HSV, dann ​RB Leipzig den Sprung unter die letzten Vier schafften, kämpfen heute noch vier Mannschaften darum, in die Vorschlussrunde einzuziehen. Dem FC Heidenheim werden dabei, naturgegeben, die geringsten Chancen eingeräumt. Doch gibt es ein paar Hoffnungsschimmer für die Badener.


Da wäre zunächst einmal der Klassiker: gnadenlos unterschätzt zu werden. Trotz anderslautender Beteuerungen aller, wirklich aller Beteiligten rund um eine vergleichbare Konstellation: im Unterbewusstsein lagert sich trotzdem gerne mal der Gedanke ab, dass "man es ja eigentlich gar nicht vermasseln kann". Man ist schließlich der große ​FC Bayern, und die anderen nur, mit Verlaub, der kleine FC Heidenheim. Doch genau diese Denke hat den Bayern auch schon denkwürdige Pokalpleiten eingebracht. Zugegeben, die Pokalsensationen von Weinheim (1991) und Vestenbergsgreuth (1994) sind schon ein paar Jährchen her, aber Alter schützt vor Torheit nicht.

1. FC Heidenheim v Bayer Leverkusen - DFB Cup

Mit Leverkusen warf der FCH schon ein Schwergewicht aus dem Pokal



Hinzu kommt: in bereits drei Tagen steht für die Münchener der deutsche Clásico gegen den ​BVB auf dem Plan. Und da können alle Spieler noch so oft verkünden, sich nur auf das kommende Spiel zu konzentrieren - ganz aus den Köpfen rauskriegen werden sie es nicht.

Und wenn wir schon mal dabei sind: ja, auch die Anstoßzeit könnte ein wichtiges Element sein. Der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail. 18:30 Uhr ist zwar keine völlig unbekannte Zeit für die Bayern-Spieler, um ein Spiel zu absolvieren (diese Saison spielten sie bereits mehrmals um diese Zeit jeweils an einem Samstagabend), aber unter der Woche ist es eben schon ein Novum.


Und sollten all diese "Argumente" nicht wirklich überzeugen können, gibt es noch eine sehr effiziente und (fast) immer erfolgreiche Waffe gegen einen schier übermächtigen Gegner: den Glauben an die eigene Stärke.​