Jetzt könnte alles sehr schnell gehen. Nachdem der Geschäftsführer von Holstein Kiel, Fabian Wohlgemuth, letzte Woche schon das Interesse des Hamburger SV an einer Verpflichtung des Mittelfeldspielers David Kinsombi (23) bestätigt hatte, ist nun laut Bild-Zeitung auch das entsprechende (und nachgebesserte) Angebot der Hamburger eingegangen. Im Gespräch sind über drei Millionen Euro Ablöse.


Das erste Angebot des HSV (zwei Millionen Euro) war den "Störchen" dann doch etwas zu wenig. Die Forderung aus Kiel belief sich auf das Doppelte. ​Ein länger andauernder Poker um die Ablöse schien sich anzubahnen. Mit dem gestrigen Erreichen des DFB-Pokalhalbfinales und den damit verbundenen Zusatzeinnahmen konnten die Hamburger jedoch ihre Offerte nochmal nachbessern. Und ganz offensichtlich haben sich beide Parteien nunmehr auf knapp der Hälfte der Strecke getroffen.


Laut dem Boulevard-Blatt zahlen die Hanseaten über drei Millionen Euro. Hinzu kommt eine Vereinbarung über eine Beteiligung an einem eventuellen Weiterverkauf des Spielers. Ein Deal, mit dem am Ende alles zufrieden sein können: der Spieler spielt - aller Voraussicht nach - nächstes Jahr erstklassig, der ​HSV hat eine Alternative zum sehr wahrscheinlich abwandernden Orel Mangala gefunden und die "Störche" erhalten die höchste Entschädigungszahlung ihrer Vereinshistorie (bisheriger Rekordmann der Kieler war Dominick Drexler, der im Sommer letzten Jahres für 2,5 Millionen Euro an den dänischen Erstligisten FC Midtjylland transferiert wurde, um dann drei Wochen später an den 1.FC Köln weiterverkauft zu werden).


Kinsombi, der sich nach einem Schienbeinbruch im Januar aktuell in der Reha-Phase befindet, trifft in Hamburg auf einen alten Bekannten: 2017 lotste HSV-Sportchef Ralf Becker, damals noch als Manager von Holstein Kiel, den Mittelfeldspieler vom Karlsruher SC an die Kieler Förde. Jetzt scheint das Schicksal beide wieder in Hamburg zu vereinen.