​Eigentlich hatte ​Andre Schürrle mit dem FC Fulham eine Menge vor und hoffte angesichts einer stattlichen Transferoffensive des Aufsteigers, dass der Klassenerhalt in der Premier League nur eine Frage der Zeit sei. Nun, bereits fünf Spiele vor Saisonende, ist der Abstieg des Traditionsvereins jedoch bereits beschlossene Sache. Die sportliche Misere hat auch für ​Borussia Dortmund weitreichende Folgen.


Bislang war das Leihgeschäft zwischen dem BVB und dem englischen Erstligisten auf zwei Jahre ausgelegt. Durch den Gang in die zweite Liga verlieren die Briten jedoch alle Rechte an dem 28-jährigen Offensivspieler, der - Stand jetzt - ab der kommenden Spielzeit somit wieder für die Schwarz-Gelben auf Torejagd gehen wird.

Andre Schurrle

Andre Schürrle kann seine Karriere einfach nicht wieder in Schwung bringen



Ob der 57-fache deutsche Nationalspieler jedoch wirklich eine Zukunft bei den Borussen hat, darf durchaus bezweifelt werden. Schließlich war der Linksaußen nicht ohne Grund an die Cottagers ausgeliehen worden. Nach zwei guten Jahren in der Premier League hätte man die Situation dann erneut bewertet und den Flügelflitzer unter Umständen wieder ins Team von Lucien Favre integriert.


Doch anstatt Werbung in eigener Sache zu machen, enttäuschte Schürrle auch bei seinem Leihklub. Dabei war der Angreifer noch ordentlich in die Saison gestartet und erzielte in den ersten vier Partien immerhin zwei Tore. In den 21 darauffolgende Einsätzen wollten dem Rechtsfuß aber nur noch vier weitere Treffer gelingen. Sein letztes Spiel über 90 Minuten bestritt der sensible Angreifer am 5. November 2018.


Auf den Flügeln sind die Dortmunder bereits jetzt exzellent besetzt und daher dürfte es Schürrle bei einer Rückkehr im kommenden Sommer extrem schwer haben. Für beide Seiten dürfte daher eine erneute Leihe oder gar ein fester Abgang des ehemaligen Chelsea-Spielers die sinnvollste Lösung sein. Seinen Marktwert konnte der Stürmer in den letzten Monaten aber keineswegs steigern.


Doch nicht nur für Schürrle ist die aktuelle Spielzeit eine herbe Enttäuschung. Auch die Bosse des FC Fulham hatten sich etwas ganz anderes vorgestellt. Im letzten Sommer investierte der Aufsteiger schließlich über 100 Millionen Euro in zwölf neue Spieler und wähnte sich auf einem guten Weg. Nach einer starken Zweitligasaison im vergangenen Jahr hatten einige Experten vor Saisonstart vermutet, dass Fulham auch in der Premier League einen bleibenden Eindruck hinterlassen könnte.


Mit Slavisa Jakanovic und ​Claudio Ranieri hat Fulham in dieser Spielzeit bereits zwei Trainer verschlissen und auch unter dem neuen Coach Scott Parker läuft beim Aufsteiger überhaupt nichts zusammen. In der Liga setzte es in den letzten 13 Spielen unglaubliche zwölf Niederlagen.