Mit der Verpflichtung von Lucas Hernandez setzte der FC Bayern München im internationalen Fußball ein echte Duftmarke und legte für den Verteidiger von Atletico Madrid stolze 80 Millionen Euro auf den Tisch. Da jeder Transfer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, versäumten die Bosse des deutschen Rekordmeisters dabei aber nicht, sich finanziell abzusichern.​


Im Umfeld des ​Rekordtransfers zeigten sich bei so manchem Gesicht der Bayern-Anhänger leichte Sorgenfalten. Schließlich wurde unlängst öffentlich, dass sich der Defensivspieler einer ​komplizierten Knie-Operation unterziehen musste und daher womöglich sogar zum Auftakt der neuen Spielzeit noch nicht zur Verfügung stehen wird.

FBL-ESP-LIGA-HUESCA-ATLETICO

Lucas Hernandez soll den Bayern noch viel Freude bereiten



Angesichts der nicht extrem außergewöhnlichen Beschwerden des 23-Jährigen, befürchten jedoch nur ausgewiesene Pessimisten, dass der Franzose nicht mehr auf die Beine kommen und seine Karriere vorzeitig beenden muss. Um sich aber auch auf diesen äußerst unwahrscheinlichen Ausgang vorzubereiten, haben die Bayern, wie in der Branche üblich, finanziell vorgesorgt.


Laut BILD-Informationen schloss die Rechtsabteilung des deutschen Rekordmeisters eine Versicherung für ihren Neuzugang ab. "Wir schauen uns an, wie hoch der Transferwert ist. Dieses finanzielle Risiko möchte der Verein absichern", so der Sportversicherungsmakler Dieter Prestin. Würde Hernandez also tatsächlich in die Sportinvalidität stürzen, würde dem FCB die vollständige Ablösesumme rückerstattet werden.

Uli Hoeness,Karl-Heinz Rummenigge

Die Bayern-Bosse Rummenigge und Hoeneß wollen kein unnötiges Risiko eingehen



Um diese Versicherungssumme zu stemmen, fordert der Versicherer selbstverständlich eine stolze Rate ein. So sollen die Versicherungskosten aus 0,75 Prozent der Versicherungssumme hervorgehen. Heißt in diesem Fall, dass die Münchner zumindest zu Beginn jährlich 600.000 Euro zahlen müssen. Laut Prestin werde sich diese Summe in den darauffolgen Jahren aber verringern, da ein Spieler aus Sicht der Buchhaltung von Jahr zu Jahr an Wert verliert.