Beim ​VfB Stuttgart herrscht dicke Luft. Trainer Markus Weinzierl hat auf die Kritik seines Spielers Borna Sosa an seiner Person reagiert und den jungen Spieler dabei deutlich ermahnt. Fraglich, ob der Außenverteidiger sein Standing im Klub damit verbessert hat und mehr Einsätze bekommen wird.


Es war wohl bereits vorher klar, dass Konsequenzen und eine Reaktion erfolgen würden. Borna Sosa hat mit einem Interview für Aufsehen gesorgt, wo er gegen den Trainer stichelte und sich öffentlich über seine geringen Einsatzzeiten beschwerte. Dass so etwas bei Trainern selten gut ankommt, sollte eigentlich bekannt sein, Sosa rechtfertigte sich danach auch eher halbgar, den Coach der Schwaben aber brachte er damit gegen sich auf.


„So was darf nicht mehr vorkommen“, wird Weinzierl im kicker zitiert. „Solche Aussagen können wir natürlich überhaupt nicht gebrauchen in unserer Situation.“ Vor dem Duell gegen ​Eintracht Frankfurt am späten Sonntagnachmittag ist damit jedenfalls ein Nebenkriegsschauplatz eröffnet worden, den niemand gebrauchen kann beim Tabellensechzehnten.

Jedoch scheint die Sache damit auch fürs Erste geklärt zu sein, auch wenn der Trainer an der Rechtfertigung seines Spielers zweifelt. „Er hat es uns im Gespräch erklärt, er wurde missverstanden“, so Weinzierl weiter, der nicht daran glaubt, dass es um Übersetzungsfehler ging. „Dass nicht alles aus der Luft gegriffen wurde, ist auch klar. Irgendwo wird die Wahrheit in der Mitte liegen.“


Nachtragend möchte er aber nicht sein, erhofft sich aber jetzt die nötige Professionalität seines Schützlings, die es braucht, wenn man nicht berücksichtigt werde. „Man muss mit seiner Unzufriedenheit professionell umgehen, sich in den Dienst der Mannschaft stellen.“ Abschließend in der Causa fügte er noch hinzu: „Das Thema ist für uns erledigt.“ Es bleibt abzuwarten, wie lange der Burgfrieden gewahrt werden kann. Punkte am Wochenende könnten zu einer weiteren Befriedung definitiv beitragen.