​Der BVB treibt seine Personalplanungen für die kommende Saison voran. Zwar haben die Schwarz-Gelben noch keinen Neuzugang vorstellen können, dennoch wissen Aki Watzke und Michael Zorc genau, wo sie die Hebel ansetzen möchten. Die Sport Bild hat die Ideen und Planungen der BVB-Bosse in ihrer Mittwochsausgabe skizziert.


Drei Verlängerungen geplant


Das Sportmagazin berichtet, dass der ​BVB zeitnah mit Mario Götze, ​Raphael Guerreiro (der vom FC Barcelona umworben sein soll) und Jacob Bruun Larsen verlängern möchte. Die beiden erstgenannten Akteure besitzen nur noch einen Vertrag bis 2020, der junge Däne ist derzeit noch bis 2021 an die Dortmunder gebunden. 

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Vor allem die Personalie Götze wurde in den vergangenen Wochen heiß diskutiert, da er nach einem deutlich erkennbaren Formanstieg mittlerweile wieder unverzichtbar für die Schwarz-Gelben geworden ist. Das sieht auch BVB-Boss Watzke so: "Es ist kein Geheimnis, dass wir ihn gerne halten wollen. Das weiß Mario – genauso wie wir wissen, dass er sich seine Zukunft beim BVB vorstellen kann."


Keine Rückkehr der Leihgaben 


A propos Zukunft: Im Gegensatz zu den drei genannten Profis hat ein anderes Trio keine Zukunft mehr an der Strobelallee. Laut der Sport Bild kommt eine Rückkehr der momentan ausgeliehenen André Schürrle, Shinji Kagawa und Sebastian Rode definitiv nicht infrage. 


Schürrle ist zwar noch bis 2020 an den FC Fulham verliehen. Da mit dem englischen Traditionsklub allerdings der Abstieg aus der Premier League droht, würde das Leihgeschäft vorzeitig aufgelöst werden. Ein anderer Abnehmer für den Weltmeister von 2014 ist derzeit noch nicht in Sicht - im Gegensatz zu Kagawa (Besiktas) und Rode (Frankfurt), die bei ihren Leihklubs mit guten Leistungen überzeugen und dort bleiben können und wohl auch wollen.


Zwei Leistungsträger müssen bleiben - was wird aus Schmelzer?


Wenn man über die Planungen des BVB spricht, kommt man natürlich an einem Namen nicht vorbei: Jadon Sancho. Der junge Engländer hat die Bundesliga in dieser Saison im Sturm erobert und sich so natürlich auch in die Notizblöcke zahlreicher Topklubs gespielt - allen voran Manchester United soll erpicht darauf sein, den Youngster im Sommer zurück auf die Insel zu holen. Ähnliches gilt auch für Dortmunds Abwehrchef Manuel Akanji, der sich ebenfalls für höhere Aufgaben empfohlen hat.

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Bei dem Star-Duo will Schwarz-Gelb jedoch hart bleiben und jegliche Offerten ablehnen. ​Ein Verkauf der beiden Leistungsträger sei in diesem Sommer absolut ausgeschlossen.


Wesentlich gesprächsbereiter würde man sich dagegen bei Marcel Schmelzer und auch bei Julian Weigl zeigen. Während Weigl in der Rückrunde - auch aufgrund von Verletzungssorgen - wieder häufiger zum Einsatz kam und mittlerweile seinen Platz unter Lucien Favre gefunden zu haben scheint, ist der Linksverteidiger (Vertrag bis 2021) seit Monaten komplett außen vor. 


"Aktuell ist die Situation nicht einfach für ihn. Marcel möchte selbstverständlich mehr Einsatzzeiten und verhält sich sehr professionell und loyal. Wir sprechen natürlich mit ihm über seine Situation", erklärt Watzke. "Er ist ein außerordentlich verdienter BVB-Profi, einer unserer Meisterspieler, ein unfassbar guter Junge." Bei Weigl würde im Übrigen nur ein gutdotiertes Angebot die BVB-Verantwortlichen zu einem Verkauf bewegen - Paris SG mit Thomas Tuchel gilt seit Wochen als potentieller Abnehmer.


Klostermann ein Thema in Dortmund


Natürlich plant der ​BVB auch, seinen Kader weiter zu verstärken und entsprechendes Personal an Land zu ziehen. Vor allem auf den Außenverteidigerpositionen soll mindestens ein Neuzugang kommen - was auch Sinn macht, da Achraf Hakimi nur bis 2020 ausgeliehen ist und Lukasz Piszczek nicht jünger wird. Zudem wird Schmelzer - wie erwähnt - wohl abgegeben werden.


Neben Philipp Max, mit dem sich die Dortmunder seit einigen Wochen beschäftigen sollen, taucht nun auch der Name Lukas Klostermann beim aktuellen Tabellenzweiten auf. Der Neu-Nationalspieler ist allerdings noch bis 2021 an RB Leipzig gebunden und würde 30 Millionen Euro kosten. Max wäre im Übrigen mit einer veranschlagten Ablösesumme von 25 Millionen Euro nur unwesentlicher billiger.

Lukas Klostermann

Eine weitere Baustelle ist der Angriff des BVB. Mit Paco Alcacer hat man derzeit nur einen gelernten Mittelstürmer im Kader, auch wenn Alexander Isak bei seinem Leihgeschäft voll durchstartet und ab Sommer wieder zum Kader gehören wird. Dennoch will man wohl einen weiteren Spieler für die vorderste Front verpflichten - allerdings keinen klassischen Mittelstürmer wie Sebastien Haller oder Davie Selke. Laut der Sport Bild will Favre keinen "Brecher" holen, sondern auf die spielerische Variante setzen.


Neben Haller und Selke sollen derweil übrigens auch Julian Brandt und Max Kruse kein (!) Thema in der Bierstadt sein. ​Thorgan Hazard bevorzugt offenbar einen Wechsel zu Atletico Madrid. "Wir werden sorgfältig analysieren, wie wir uns im Sommer verbessern können. Dabei geht es um Qualität, Charakter und ob ein Spieler in unsere Philosophie passt", erklärt Watzke vielsagend.


Favre wird verlängern


Doch der BVB plant nicht nur, wie es mit seinem Kader weitergeht. Auch am Seitenrand will man schon bald Nägel mit Köpfen machen und Favre langfristig an sich binden. Momentan ist der Schweizer mit einem Vertrag bis 2020 ausgestattet.