Ondrej Duda

Vom Flop zum Leistungsträger: Bei diesen Bundesliga-Profis hat sich die Geduld gelohnt

Für viele Neuzugänge ist es nicht immer einfach, bei ihrem neuen Klub Fuß zu fassen. Bleibt der Neuling in den ersten Monaten hinter den Erwartungen zurück, wird schnell von einem Fehleinkauf gesprochen. Die folgenden acht Profis zeigen, dass sich Geduld auszahlen kann. 

8. Gonzalo Castro - VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart verstärkte sich im vergangenen Sommer mit einem prominenten Neuzugang. Von Borussia Dortmund wurde Castro für fünf Millionen Euro Ablöse verpflichtet. Der 31-Jährige sollte mit seiner Erfahrung im Mittelfeld als tragende Säule fungieren. In der Hinrunde blieb der Routinier allerdings weit hinter den Erwartungen zurück. In den letzten Wochen zeigte die Formkurve des Mittelfeldspielers klar nach oben. Castro lieferte nicht nur ansprechende Leistungen ab, sondern bereitete auch drei Tore vor. 

7. Robin Quaison - 1. FSV Mainz 05

Im Januar 2017 wagte Quaison den Sprung in die Bundesliga. 2,5 Millionen Euro Ablöse legten die Mainzer für den Angreifer auf den Tisch. Der schwedische Nationalspieler brauchte jedoch eine gewisse Zeit, um sich an das Niveau im deutschen Fußball-Oberhaus zu gewöhnen. Nach eineinhalb Jahren und 37 Einsätzen hatte der Stürmer nur fünf Treffer auf dem Konto. In der aktuellen Spielzeit läuft es für den 25-Jährigen deutlich besser. Nach 24 Pflichtspielen kann der Rechtsfuß elf Torbeteiligungen (sieben Treffer/vier Vorlagen) vorweisen und zählt damit zu den Topscorern der Rheinhessen. 

6. Renato Steffen - VfL Wolfsburg

Seit Januar 2018 trägt Steffen das Trikot des VfL Wolfsburg. Für knapp zwei Millionen Euro wurde der Rechtsaußen vom FC Basel verpflichtet. Der Schweizer sollte den Niedersachsen wieder mehr Torgefahr verleihen und im Abstiegskampf neue Impulse setzen. Am Ende der Saison konnte der 27-Jährige nur einen Assist vorweisen. Seit dieser Spielzeit liefert Steffen deutlich bessere Vorstellungen (drei Tore/eine Vorlage) ab - auch wenn er jüngst wieder öfter ins zweite Glied gerückt ist. 

5. Milot Rashica - Werder Bremen

Ende Januar 2018 ließ sich Werder Bremen die Verpflichtung von Rashica sieben Millionen Euro kosten. Der pfeilschnelle Angreifer hatte sich zuvor mit überzeugenden Vorstellungen in der Eredivisie für höhere Aufgaben empfohlen. An der Weser konnte der 22-Jährige lange Zeit nicht an seine guten Leistungen anknüpfen. Seit der Winterpause präsentiert sich der Youngster in einer starken Verfassung. Mit fünf Treffern zählt der Offensivspieler zu den besten Torjägern der Rückrunde

4. Admir Mehmedi - VfL Wolfsburg

Nach zweieinhalb Jahren bei Bayer 04 Leverkusen brach Mehmedi seine Zelte ab und wechselte Ende Januar 2018 nach Wolfsburg. Acht Millionen Euro Ablöse wurden für den Angreifer fällig. Der 28-Jährige erwies sich zunächst allerdings nicht als die erhoffte Verstärkung und fiel in den letzten Wochen der Saison mit einem Bänderriss aus. Dass sich die Wölfe derzeit Hoffnungen auf einen internationalen Startplatz machen dürfen, ist auch ein Verdienst von Mehmedi. Sechs Tore und vier Vorlagen steuerte der Schweizer Nationalspieler in 18 Bundesliga-Partien bei. 

3. Jonas Hofmann - Borussia Mönchengladbach

In Mönchengladbach kam Hofmann lange Zeit auf keinen grünen Zweig. Nach zweieinhalb schwierigen Jahren galt der gebürtige Heidelberger im vergangenen Sommer als Verkaufskandidat. Seit dieser Saison lässt Cheftrainer Dieter Hecking den 26-Jährigen im zentralen Mittelfeld auflaufen, wo er sich zum absoluten Stammspieler entwickelt hat. Nach 20 Ligaspielen hat der Ex-Dortmunder fünf Treffer und vier Vorlagen auf dem Konto. 

2. Joelinton - TSG 1899 Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim  sicherte sich im Sommer 2015 die Dienste von Joelinton. In seiner ersten Saison reichte es für den Brasilianer lediglich zu einem Kurzeinsatz. Für die folgenden beiden Spielzeiten wurde der 22-Jährige an Rapid Wien ausgeliehen, wo er in 79 Partien an 30 Treffern (21 Tore/neun Vorlagen) direkt beteiligt war. Nach seinem zweijährigen Gastspiel in Österreich schaffte der Mittelstürmer bei der TSG auf eindrucksvolle Art und Weise den Durchbruch. 20 Torbeteiligungen (elf Treffer/neun Assists) kann der Rechtsfuß nach 32 Einsätzen vorweisen. 

1. Ondrej Duda - Hertha BSC

Zwei Spielzeiten lang wartete Duda beim Hauptstadtklub vergebens auf den großen Durchbruch. Der 24-Jährige plagte sich in dieser Zeit auch immer wieder mit Verletzungen herum. In dieser Saison ist beim offensiven Mittelfeldspieler endlich der Knoten geplatzt. Mit zehn Toren und drei Vorlagen ist der Slowake der Topscorer seiner Mannschaft.  

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