Seit Wochen ziehen sich die Verhandlungen zwischen dem Hamburger SV und seinem torgefährlichsten Angreifer Pierre-Michel Lasogga über eine mögliche Zusammenarbeit über das Saisonende hinaus. Stand heute: nichts genaues weiß man nicht. Beide Parteien haben zwar schon ihre grundsätzliche Absicht bekundet, das Arbeitsverhältnis weiterzuführen, doch gibt es auch handfeste wirtschaftliche Hindernisse. Mit einer Entscheidung wird erst im Laufe des Aprils gerechnet.


An Pierre-Michel Lassogga (27), oder einfach nur "PLM", scheiden sich seit Jahren die Geister. Und das nicht nur in Hamburg. Seine Kritiker verweisen regelmäßig auf die technischen Unzulänglichkeiten des Angreifers, seine Anhänger schwärmen dagegen von seiner Einsatzbereitschaft und loben eine für einen Stürmer nicht ganz unwichtige Facette: Lasogga weiß einfach, wo das Tor steht. 


Und die nackten Zahlen geben dieser letztgenannten Gruppe durchaus recht: in der aktuellen Spielzeit absolvierte Lasogga 20 Zweitliga-Spiele und schoss dabei 13 Tore. Das macht einen 65%-Schnitt. Und das wiederum ist für einen Stürmer, egal in welcher Liga, ein bockstarker Wert. Und ganz nebenbei: diese Quote hätte dem Dino in seiner Abstiegssaison 2017/18 sicherlich gut zu Gesicht gestanden. Doch in jener schicksalhaften Spielzeit für den HSV war Lasogga gar nicht in Hamburg, sondern schoss - als Leihgabe - seine Tore für Leeds United (zehn Treffer in 33 Partien; Quelle: transferkmarkt.de).


Die bereits erwähnten Hürden für einen neuen Vertrag des gebürtigen Gladbeckers ergeben sich nicht zuletzt aus der für die kommende Saison anvisierte Deckelung der Spielergehälter auf maximal zwei Millionen pro Jahr. Doch selbst die ist der ​HSV nicht bereit, seinem Stürmer zu bezahlen. Bislang zumindest. Das bislang letzte Angebot des Klubs stand bei 1,5 Millionen Euro per annum. Für Lasogga eigentlich zu wenig, weshalb der kicker berichtet, dass die Zeichen auf Trennung stehen. 


In England könnte er, selbst in der zweiten Liga, wohl weitaus mehr verdienen. Und seine guten Leistungen während seiner einjährigen Leihe haben ihm auf der Insel durchaus ein gewisses Standing verschafft. Der Spieler würde wohl gerne prinzipiell in Hamburg bleiben, zumal nach einem durchaus möglichen Aufstieg im Mai in die höchste deutsche Spielklasse.


Vielleicht bessert der HSV sein Angebot ja auch nochmal auf. ​In Lewis Holtby verlässt bekanntlich einer der Großverdiener (diese Saison 1,5 Millionen Euro Gehalt) den Verein. Sein Abgang könnte die nötigen Reserven frei machen. ​