Seit letzter Woche steht definitiv fest, dass Lewis Holtby (28) seinen bis zum Sommer laufenden Vertrag beim ​Hamburger SV nicht verlängern und den ​Verein verlassen wird. Wohin es den ehemaligen Nationalspieler zieht, ist noch nicht bekannt. Eine heiße Spur führt nach Großbritannien.


Die Insel kennt er bereits, wenn auch nur den englischen Teil. Zwischen 2013 und 2014  spielte der Mittelfeld-Akteur für die Tottenham Hotspurs (25 Spiele, 1 Tor) und - auf Leihbasis- beim FC Fulham (13 Spiele, 1 Tor) ehe er zum Hamburger SV wechselte.  


Holtby hat nie einen Hehl daraus gemacht, gerne wieder zurück auf die Insel zu gehen. Doch das heißeste Gerücht um ihn kommt nicht etwa aus der englischen Premier League - sondern aus Schottland. Die Glasgow Rangers waren bereits im vergangenen Jahr an seiner Verpflichtung interessiert. Nun könnten sie nach Mopo-Infortmationen einen neuen Anlauf starten.


Holtby wäre nicht der erste Spieler des HSV, der beim schottischen Spitzenklub landet. Mitte der Neunziger wechselte Jörg "Ali" Albertz (wegen seines enormen Schusses auch "Hammer-Ali" genannt) von der Elbe an den Clyde. Nach fünf Jahren in Schottland, wo er Heldenstatus erlangte, kehrte Albertz sogar noch mal  zurück nach Hamburg, wo er aber nicht mehr an seine erfolgreiche erste Etappe anknüpfen konnte.


Lewis Holtby hat aus seiner Vorliebe für Traditionsklubs nie einen Hehl gemacht. Vor seiner Hamburger Zeit spielte er u.a. für Alemannia Aachen und Schalke 04. Jetzt also vielleicht Glasgow? Ein paar interessante Parallelen zu seinem aktuellen Arbeitgeber gibt es durchaus: Glasgow ist eine alte, schöne Hafenstadt. Der Verein (mit 54 nationalen Meistertiteln immer noch Weltrekordhalter in dieser Sparte) besitzt eine begeisterungsfähige Fan-Gemeinde, die alle zwei Wochen den legendären Ibrox Park füllt und zum Hexenkessel machen kann. Auch auf ein Stadtderby bräuchte Holtby dort nicht zu verzichten. Das "Old Firm" zwischen den Rangers und dessen Erzrivalen Celtic gehört zu den spektakulärsten Derbys weltweit.