Im vergangenen Sommer wechselte Walace (23) vom großen zum kleinen HSV. Wobei rein ligatechnisch gesehen der große HSV momentan eigentlich der kleine ist - aber lassen wir das! Nach anfänglich gutem Start bei den Niedersachsen, wo er sich sogar wieder zurück in den Dunstkreis der "Selecao" spielen konnte, ähnelte er im weiteren Saisonverlauf immer mehr dem Walace aus Hamburg. Trotzdem verfolgen die HSV-Verantwortlichen genau, was an der Leine in Sachen Transfers so läuft.


Denn: Teil der Transfervereinbarung zwischen den Niedersachsen und den ​Hamburgern ist eine Beteiligung des Hamburger SV an einem eventuellen Weiterverkauf des defensiven Mittelfeldspielers. Die liegt bei branchenüblichen 20 Prozent. Will heißen: Sollte ​96 sein Sorgenkind für z.B. acht Millionen an den Mann kriegen, flössen davon satte 1,6 Millionen an die Elbe.


Die Ausstiegsklausel des Brasilianers, der 2016 zusammen mit Douglas Santos die Goldmedaille beim olympischen Fußballturnier von Rio de Janeiro errang, liegt bei 33 Millionen Euro - gegenwärtig eine mehr als utopische Summe angesichts der doch eher mauen Darbietungen des Mittelfeldakteurs über weite Strecken der zu Dreivierteln absolvierten Spielzeit. 


Interessenten sollte es dennoch, auch in der Bundesliga, geben. Schlechte Leistungen auf dem Platz sind nicht immer per se ein Ausschlusskriterium, zumal Walace, sowohl beim großen als auch beim kleinen HSV, sein Potential durchaus angedeutet und phasenweise auch auf den Platz gebracht hat. Nur hat er das leider nie mit der gewünschten Regelmäßigkeit hingekriegt. 


Für ihn spricht des Weiteren sein noch junges Alter - und Olympiasieger mit Brasilien wird man ja auch nicht ganz zufällig. Sollten sich also demnächst die ersten Interessenten bei 96-Sportchef Horst Heldt melden, werden sie auch in Hamburg genau verfolgen, was denn da so verhandelt wird.  ​