Wieder einmal musste ​Kingsley Coman aussetzen: Der Flügelspieler des ​FC Bayern München, der erstmals seit November 2017 wieder für die französische Nationalmannschaft berufen wurde, verpasste das erste Länderspiel des amtierenden Weltmeisters gegen Moldawien. Ein Einsatz am Montag gegen Island ist ebenfalls ausgeschlossen


Von Verletzungen blieb Coman in der Vergangenheit selten verschont, auch in dieser Saison wird der 22-Jährige von diesen immer wieder zurückgehalten. Gleich am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison erlitt er nach einem Foul von Gegenspieler Nico Schulz einen Syndesmosebandriss, vor einem Monat zog er sich einen ​Muskelfaserriss zu, wegen dem er die Partien gegen Borussia Mönchengladbach und den VfL Wolfsburg verpasste. 


Mittlerweile ist der Flügelspieler wieder fit, wurde deshalb von Didier Deschamps für die Länderspiele der französischen Nationalmannschaft gegen Moldawien und Island berufen. Am Freitag hätte er eigentlich in der Startaufstellung beginnen sollen, doch Coman musste das Aufwärmen abbrechen und verpasste den 4:1-Auftaktsieg in der EM-Qualifikation gegen die Moldauer.

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    Didier Deschamps gibt Entwarnung: Kingsley Coman (Bild) leidet nicht an muskulären Problemen


"Es ist nichts muskuläres", erklärte Didier Deschamps. Coman, der Schmerzen am Rücken und an der Hüfte spürte, leide an einem "Rückenschmerz, der ausstrahlt." Ob er am morgigen Länderspiel gegen Island mitwirken kann, ließ der Trainer am Sonntagmorgen offen: "Wir werden sehen, wie es sich entwickelt."


Wenige Stunden später gab der französische Fußballverband allerdings bekannt, dass Coman definitiv bei der nächsten Partie ausfallen wird und deshalb vorzeitig zu seinem Klub zurückgekehrt ist. Kein weiterer Spieler wurde nachnominiert. 

Im engen Kampf um die Meisterschaft wäre ein erneuter langfristiger Ausfall des 22-Jährigen ein Rückschlag, schließlich sorgt er mit Flügelpartner Serge Gnabry für viel Gefahr über die Außenbahnen - und gerade sein hohes Tempo wird im Topspiel gegen Borussia Dortmund, das am sechsten April in der Allianz Arena steigen wird, von Nöten sein.