In den letzten Wochen zeigte sich der ​VfB Stuttgart durchaus formverbessert. Obwohl die Schaben auch am 26. Spieltag der TSG 1899 Hoffenheim ein 1:1-Unentschieden abringen konnten, hält der neue Sportvorstand ​Thomas Hitzlsperger nichts von Treueschwüren hinsichtlich seines Trainer ​Markus Weinzierl.


Unterm Strich ist die Bilanz des Trainers nach 19 Spielen mit einem Punkteschnitt von gerade einmal 0,79 Zählern nicht gerade vorzeigefähig. Wenig überraschend wurde der Coach in den vergangenen Monaten daher wiederholt heftig angezählt. Eher branchenunüblich hielten die Verantwortlichen im Ländle aber auch im Abstiegskampf bislang an ihrem Trainer fest und trennten sich stattdessen im Februar von ihrem bisherigen Sportvorstand Michael Reschke.

Thomas Hitzlsperger

Thomas Hitzlsperger kennt die Mechanismen im Fußball ganz genau


Nicht wenige Beobachter gingen davon aus, dass die erste Tat von dessen Nachfolger die Entlassung des Cheftrainers sein würde. Seit Hitzlsperger die Geschicke der Stuttgarter leitet, konnte der Traditionsverein aber immerhin fünf Punkte holen. Darauf ausruhen kann sich Weinzierl aber selbstverständlich nicht, schließlich liegt der VfB vor dem 27. Spieltag noch immer auf dem Relegationsplatz.


Von der Stuttgarter Zeitung wurde der Sportvorstand nun darauf angesprochen, ob dem Klub in der aktuellen Phase nicht ein klares Bekenntnis zum aktuellen Cheftrainer weiterhelfen würde. Der ehemalige Nationalspieler hat dazu eine klare Meinung. "Ein Bekenntnis ist im Profigeschäft Fußball, egal zu welchem Zeitpunkt, fehl am Platz – und ich bin erstaunt, wie hartnäckig sich Ihre Frage hält", so der 36-Jährige.

Markus Weinzierl

Markus Weinzierl muss weiter Punkte sammeln


Im gleichen Atemzug unterstrich der Deutsche aber, dass er und Weinzierl "gemeinsam in die Zukunft" denken würden. Zudem sei es das Ziel des Vereins "diese Kontinuität aufrecht zu erhalten". Darüberhinaus attestierte der Sportchef seiner Mannschaft eine "positive Tendenz". Am Sonntag in einer Woche müssen die Stuttgarter auswärts bei Eintracht Frankfurt ran. Bleiben die Schwaben dabei ohne Punktgewinn, dürfte sich Hitzlsperger schon bald erneut der Trainerfrage stellen müssen.