Alessandro Schoepf,Wout Weghorst

Knappen-Tipps: Diese Bundesligaspieler sollte Schalke verpflichten

In der laufenden Saison geht es für den FC Schalke 04 nur noch darum, das Worst-Case-Szenario abzuwenden, sprich die Relegation oder noch schlimmer den Abstieg. Mit 23 Punkten liegen die Königsblauen gerade einmal drei Punkte vor dem VfB Stuttgart, der den Relegationsplatz einnimmt.  


Geht man davon aus, dass die Knappen die Klasse halten, wären die folgenden Bundesligaspieler eine Überlegung wert für die Schalker Kaderplaner.

1. Mijat Gacinovic (Eintracht Frankfurt)

Im Dezember hat Mijat Gacinovic seinen Vertrag bei Eintracht Frankfurt bis 2022 verlängert. In der Finanzmetropole ist man überzeugt von den Qualitäten des 24-jährigen Mittelfeldspielers. Auch wenn dem serbischen Nationalspieler nicht alles klappen will (Ballverluste im Aufbauspiel, schwacher Torabschluss, Konstanz), hat er für sein Team doch immer einen Wert: Weil er den Gegner aggresiv und klug anläuft wie kaum ein anderer Frankfurt-Profi. Weil er ein kreativer Kopf ist, der mit klugen Pässen gefährliche Situationen einleiten kann. Weil Gacinovic viel für das Team arbeitet und dabei immer wieder betont, dass er sich wünschen würde, erfolgreicher zu spielen, mehr Scorerpunkte zu sammeln und mehr Tore zu schießen.

2. Elvis Rexhbecaj (VfL Wolfsburg)

Klar, Elvis Rexhbecaj ist noch weit entfernt, ein Stammspieler einer guten Bundesligamannschaft zu sein. Aber der zentrale Mittelfeldspieler ist im vergangenen November 21 Jahre alt geworden und zeigte sein Potenzial bereits in dieser Saison. Zum Beispiel bei der Partie auf Schalke, als er den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte. Rexhbecaj wäre für die Königsblauen relativ günstig zu haben.  

3. Wout Weghorst (VfL Wolfsburg)

Kein Schalker Angreifer kann mit der Torquote von Wout Weghorst mithalten. Der 26-jährige Niederländer in Diensten des VfL Wolfsburg hat bereits zwölfmal geknipst in der Bundesliga und fünf weitere Treffer vorbereitet. Beim letzten Spieltag gegen Fortuna Düsseldorf gelang Weghorst alles: Er war an allen fünf Toren Wolfsburgs beteiligt, erzielte drei davon selbst und bereitete die anderen beiden vor. Weghorst gilt als guter Elfmeterschütze und ist stark im Kopfballspiel. 

4. Patrick Hermann (Borussia Mönchengladbach)

Im Juni 2019 läuft Patrick Herrmanns Vertrag in Mönchengladbach aus. Noch ist nicht klar, wie es weitergeht. Nach kicker-Informationen zeigt auch der FC Schalke 04 Interesse an Hermann. Der Rechtsaußen ist bei der Borussia zumeist Joker, hat in knapp 700 Spielminuten in dieser Spielzeit immerhin drei Tore und drei Vorlagen zu Buche stehen. Seit 2008 ist Hermann bei der Borussia aktiv. 

5. Davie Selke (Hertha BSC)

"Davie ist ein kommender Nationalspieler. Ein Typ, den man immer gebrauchen kann", hat der ehemalige U21-Bundestrainer Horst Hrubesch in der Sport Bild verlauten lassen. Hochveranlagt war der 24-Jährige schon immer, jetzt scheint Selke seine Fähigkeiten auf dem Platz immer öfter abzurufen. Seit Ende Oktober hat Selke vier Pflichtspieltore und neun Vorlagen verzeichnet. Seine Arbeitseinstellung passt perfekt zum Malocher-Klub Schalke 04, seine Kopfballstärke würde den Gelsenkirchenern sicher guttun. Einzig seine Torquote ist noch ausbaufähig. Würde Selke nach Schalke wechseln oder hat der 1,94 Meter Mann höhere Ziele?

6. Valentino Lazaro (Hertha BSC)

Seit 2017 spielt Valentino Lazaro bei Hertha BSC Berlin. Seitdem hat sich der 22-jährige Österreicher kontinuierlich verbessert. Seine Variabiltät, auf mehreren Positionen spielen zu können, ist für jeden Klub vorteilhaft. Von 24 Bundesligaspielen, in denen Lazaro im Kader war, stand er 24 Mal in der Startelf. Er verpasste nicht eine Spielminute. Da auch hochkarätige Vereine wie der SSC Neapel Lazaro umwerben, müsste Schalke ihm einen finanziell lukrativen Vertrag unterbreiten. Die Ablösesumme für Lazaro dürfte ebenfalls nicht ganz billig sein. 

7. Maximilian Mittelstädt (Hertha BSC)

In dieser Saison hat der 22-jährige Maximilian Mittelstädt den Sprung zum Stammspieler bei Hertha BSC gemacht. Für Trainer Pal Dardai ist der offensiv agierende Linksverteidiger mittelfristig sogar ein Kandidat für die Nationalmannschaft. "Er macht es richtig gut, egal, ob in der Viererkette hinten oder in der Fünferkette vorne. Das ist für den Verein gut, und vielleicht irgendwann auch für Deutschland." Bei Hertha BSC läuft Mittelstädts Vertrag im Juni 2020 aus. Berlin will ihn halten. "Ich fühle mich hier sehr wohl, kenne den Klub in- und auswendig und würde gerne länger bleiben – wenn alles passt", erklärte das Berliner Eigengewächs. 

8. Alfred Finnbogason (FC Augsburg)

Mit seinen 30 Jahren hat Afred Finnbogason vom FC Augsburg nicht mehr das ewige Leben als Bundesligaspieler. Doch für zwei oder drei Jahre könnte der Isländer für Vereine wie Schalke, denen die Torgefahr abgeht, durchaus interessant sein. In 15 Bundesligaspielen hat Finnbogason zehn Tore geschossen. In der vergangenen Spielzeit waren es zwölf in 22 Spielen. Sein Vertrag in Augsburg läuft im Juni 2020 aus. Gegen eine Verpflichtung spricht seine Verletzungsanfälligkeit. 

9. Robin Koch (SC Freiburg)

Der 22-jährige Robin Koch ist Stammspieler beim SC Freiburg. Nach einem Innenbandriss im Knie fällt der Defensivspieler allerdings seit Februar aus. Koch kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld spielen. In der Rückrunde fiel seine Form etwas ab. Im Breisgau besitzt Koch noch einen Kontrakt bis 2021. 

10. Eduard Löwen (1. FC Nürnberg)

Schalke 04 hat gute Erfahrungen gemacht mit Spielern vom 1. FC Nürnberg. Allesandro Schöpf und Guido Burgstaller kamen einst aus Franken. Eduard Löwen hat zumindest das Potenzial der nächste zu werden. Dabei war der 22-Jährige unter Nürnbergs ehemaligem Trainer Michael Köllner nicht mehr komplett gesetzt. Außerdem hatte Löwen eine schwere Muskelverletzung zwei Monate außer Gefecht gesetzt. Seit Boris Schommers das Ruder beim Abstiegskandidaten übernommen hat, gehört Löwen wieder uneingeschränkt zum Stammpersonal. Löwen ist aktueller U21-Nationalspieler Deutschlands. 

11. Denis Zakaria (Borussia Mönchengladbach)

Ob Denis Zakaria ein Angebot des FC Schalke 04 ausschlagen würde, ist offen. Viele Gründe sprechen allerdings für einen Verbleib bei der Borussia. In Mönchengladbach pendelt der 22-jährige Schweizer zwischen Startelf und Jokereinsätzen, allerdings kann er sich auf höchstem Niveau beweisen. Mönchengladbach steht auf Platz vier und hat die Aussicht, im kommenden Jahr in der Champions League zu spielen. Der technisch versierte und laufstarke Mittelfeldspieler besitzt bei der Borussia noch einen Vertrag bis 2022. 

12. Waldemar Anton (Hannover 96)

Mit der Verpflichtung von Spielern, die lange mit Abstiegskampf zu tun hatten, ist es so eine Sache. Einerseits schlägt der Existenzkampf solchen Profis auf die Psyche, andererseits sind sie günstiger zu haben. Schalke wird in diesem Sommer nach der schwachen Spielzeit keine Bundesliga-Spitzenspieler verpflichten können, da muss man eben in der zweiten Reihe Ausschau halten. Deutschlands U21-Nationalspieler Waldemar Anton von Hannover 96 spielt wie die gesamte Mannschaft keine gute Saison. Vor wenigen Wochen wurde ihm sogar die Kapitänsbinde abgenommen. Im Optimalfall ist der gebürtige Usbeke jedoch ein guter Innenverteidiger mit Potenzial nach oben. 

13. Linton Maina (Hannover 96)

Sollte Hannover 96 absteigen, dürfte Linton Maina nicht zu halten sein. Der 19-Jährige feierte im Herbst sein Bundesliga-Startelfdebüt und hat sich binnen kürzester Zeit zu einem Hoffnungsträger gemausert. "Der Junge bringt Geschwindigkeit, kann mal abdrehen und abklemmen, hat ein gutes Verständnis für den Raum. Er tut uns richtig gut", so 96-Trainer Thomas Doll. Allerdings verpasste der Rechtsaußen verletzungsbedingt schon zw Bundesligaspiele. 

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