Wie das manchmal so ist: Da wird einer mal so richtig schön von seinen Kritikern durchgeschüttelt, und was macht der viel Gescholtene direkt im Anschluss an das Mediengewitter? Na, genau das, was von ihm erwartet wird - er trifft. Und schickt noch eine Botschaft an all diejenigen, die ihn dieser Tage in die Mangel genommen haben.


Die Rede ist, man ahnt es schon, von ​HSV-Stürmer Fiete Arp (19), der bislang in Liga 2 noch nicht so recht angekommen ist. Vielleicht war er deshalb um so befreiter, als er gestern mal wieder mit seinen Buddys von der deutschen U19 spielen durfte. Beim 2:1-Sieg des DFB-Nachwuchses gegen die Kroaten traf Arp kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 1:0 und wirkte auch sonst irgendwie spritziger und aggressiver als bei seinen letzten Auftritten im HSV-Dress.

Jann-Fiete Arp

Interessant war sein Torjubel: mit beiden Zeigefinger in den Ohren lief er zur Eckfahne. Wie diese Geste zu verstehen ist, bleibt vorerst ungeklärt. Vielleicht sollte sie ja heißen: 'Seht her, was links reinkommt, geht rechts wieder raus' (das wäre die boshafte Version). Es könnte aber auch bedeutet haben: 'Ich habe die Kritik vernommen und verstanden.' Das wäre die weitaus sympathischere.


Egal, was der "Ohrstopf-Jubel" nun genau bedeuten sollte: Wenn ​Fiete Arp nun auch in der 2. Liga anfängt, Tore zu schießen, dürfte es seinem Trainer Hannes Wolf ziemlich egal sein. ​