Zwar ist die Leistung von Ole Gunnar Solskjaer als Interimstrainer bei ​Manchester United trotz einiger enttäuschenden Ergebnisse in den vergangenen Tagen beachtlich, doch die Verantwortlichen wollen nach dem zurückhaltenden Vorgehen auf dem Transfermarkt im Sommer offenbar wieder zuschlagen. Im Fokus sollen vier Spieler aus der ​Serie A stehen, von denen einer bereits für den ​FC Bayern München auflief. 


Die Offensive der Red Devils ist in Anbetracht von Spielern wie Marcus Rashford, Jesse Lingard, Anthony Martial oder Mittelstürmer Romelu Lukaku sehr gut besetzt, und auch das Mittelfeld um Weltmeister Paul Pogba und Schlüsselspielern wie Nemanja Matic und Ander Herrera kann sich noch immer sehen lassen. Doch in der Defensive mangelt es im Vergleich zur nationalen Konkurrenz an Qualität.


Chris Smalling, Phil Jones und Marcos Rojo zählen nicht zur Spitzengruppe der Innenverteidiger in der Premier League, Eric Bailly - vor über zweieinhalb Jahren immerhin für stolze 38 Millionen Euro vom FC Villareal verpflichtet - spielt unter Solskjaer kaum eine Rolle. Victor Lindelöf ist der einzige, der regelmäßig überzeugen kann, weshalb im Sommer nachgerüstet werden soll. 

Seit Monaten wird über das vermeintliche Interesse von United an Konstantinos Manolas (AS Rom), Milan Skriniar (Inter Mailand) und Kalidou Koulibaly (SSC Neapel) spekuliert. Wie Sky Sports berichtet, wolle man bei Manolas von einer Ausstiegsklausel in Höhe von 35 Millionen Euro Gebrauch machen. Während bei Skriniar über eine Ablösesumme über 75 Millionen Pfund (rund 87 Millionen Euro) spekuliert wird, ruft die Sun für Koulibaly einen Preis von 102 Millionen Euro auf.


Bereits im Januar habe man Skriniar und Koulibaly verpflichten wollen, allerdings zerschlugen sich beide Transfers. "Es wird immer Gerüchte darüber geben, dass ein großer Verein an dir interessiert ist, aber Inter ist auch ein großer Verein", sagte Skriniar im Bezug auf die Gerüchte im Winter (via ​givemesport.com). Der 24-Jährige fühle sich bei den Nerazzurri wohl, doch wenn ein Transfer im Sommer neu aufgerollt wird, könnte er seine Haltung trotz Vertragslaufzeit bis 2022 noch einmal überdenken.

Kaldou Koulibaly

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Koulibaly hingegen kündigte an, nach Höherem streben zu wollen: "Ich möchte auf dem Feld beweisen, dass ich auf dem Niveau der Besten bin, und das auch in Zukunft zeigen", so der senegalesische Nationalspieler laut ​Sport1. Doch Carlo Ancelotti wird seinen Abwehrchef wohl kaum abgeben wollen, schließlich wollte er ihn zu Beginn seiner Amtszeit zum FC Bayern München locken.


Douglas Costa weiterhin im Visier?


Mit Douglas Costa soll noch ein vierter Spieler aus der Serie A verpflichtet werden. Der Brasilianer, der nach nur einem Jahr bei den Münchner Bayern an Juventus Turin verliehen und vom italienischen Serienmeister im vergangenen Sommer fest verpflichtet wurde, kommt in der laufenden Saison nur selten zum Zug. Aktuell fehlt er aufgrund einer Oberschenkelverletzung, zuvor wurde er von Massimiliano Allegri nur sieben Mal für die Startformation nominiert und sammelte 939 Spielminuten in 24 Einsätzen. 

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Mit seinen gefährlichen Hereingaben könnte er Romelu Lukaku im Sturmzentrum regelmäßig bedienen, doch gerade neben dem Platz sorgt er ab und an für Ärger. So sei er zu Beginn des Jahres in einen Autounfall verwickelt gewesen ehe er zu Neymars Geburtstagsfeier geflogen sei, und markierte wenig später eine Meldung, die ihn mit United in Verbindung brachte, mit einem 'Like'. Bezogen darauf sagte Allegri: "Er ist schon ein seltsamer Typ in dieser Saison. Die Jungs können privat machen, was sie wollen. Doch sie müssen in dieser wichtigen Phase auch absolut professionell auftreten" (via ​Sport Bild).