​Marco Rose zählt zu den am meist gehandelten Namen auf dem deutschsprachigem Trainermarkt. ​Der FC Schalke 04 und der ​VfL Wolfsburg suchen im Sommer neue Übungsleiter und werden mit Rose in Verbindung gebracht. Möglich für ihn wäre aber auch ein Verbleib bei RB Salzburg oder sogar ein Wechsel ins Ausland. 


Marco Rose ist in den letzten Jahren bei RB Salzburg äußerst erfolgreich. 2017 holte der gebürtige Leipziger mit der Salzburger U19 einen beachtlichen Erfolg: Der Triumph in der UEFA Youth League. Unter anderem gegen die Nachwuchsmannschaft des FC Barcelona, Manchester City oder Benfica behielt sein Team damals die Oberhand. Dann folgte Roses Aufstieg in die erste Mannschaft. 2018 gewann er nicht nur die österreichische Meisterschaft, die eigentlich Pflicht ist für jeden Salzburg-Coach, sondern startete auch in der Europa League durch und kam bis ins Halbfinale. 


Im kommenden Sommer kann sich Rose seinen Job wohl aussuchen. Der ehemalige Bundesligaspieler des 1. FSV Mainz 05 ist ein gefragter Mann, wie er im Interview mit Sky Sport Austria andeutete: "Meine persönliche Situation ist schon ein bisschen speziell. Man hat das in seiner Karriere als Trainer nicht so oft, dass es viele Anfragen gibt und dadurch auch viele Möglichkeiten.​"


Bisher sei noch keine Entscheidung über seine Zukunft gefallen. "Es gibt keine Deadline", sagte der 42-Jährige. Rose wolle sich mit seiner Familie und anderen wichtigen Menschen in seinem Umfeld austauschen, erst dann eine Entscheidung bekannt geben​.​


Hoffenheim wollte nicht mehr warten


"Ich kenne die Vereine im Detail gar nicht, weiß aber, was ich hier in Salzburg habe“, sagte Rose, als er auf das Interesse von Schalke und Wolfsburg angesprochen wurde. Was für einen Verbleib beim Brause-Klub spricht: "Ich bin jetzt sechs Jahre da, ich durfte erleben, wie die Akademie gebaut wurde. Und wie die Spielidee implementiert und umgesetzt wurde. Wir haben eine tolle Infrastruktur, die richtigen Leute am richtigen Platz", führte er aus.


Es wirkt so, als fühlt sich Rose absolut wohl in der Mozartstadt. "Alles was entstanden ist, ist auf einem richtig guten Weg", so Rose. "Alles andere höre ich mir an, am Ende ist es dann an mir, eine Entscheidung zu treffen." Lange Zeit galt Rose als Top-Favorit für die Nachfolge von Julian Nagelsmann bei der TSG 1899 Hoffenheim. Nun präsentierte die TSG allerdings am Dienstag mit Alfred Schreuder vorzeitig den kommenden Trainer.


In der Vergangenheit kursierten auch Gerüchte, wonach ​Manchester United an Rose interessiert ist. Nachdem Ole Gunnar Solskjaer, der Interimstrainer der Red Devils, sehr erfolgreich den Umschwung eingeleitet hat, sind diese Gerüchte jedoch abgeflacht. Andere internationale Klubs sind in den Medien bisher nicht aufgetaucht. Dass heißt aber nicht, dass manche Klubs im Hintergrund sich nicht mit Rose beschäftigen und mit ihm verhandeln. Gerade für Vereine, die ihr Saisonziel womöglich verpassen (FC Chelsea, FC Valencia), könnte der Salzburger interessant werden.