​Seit nun vier Spielen hat Boris Schommers beim ​1. FC Nürn​berg die Verantwortung. Unter seiner Leitung sind zwar die Leistungen und vor allem die Defensive besser geworden, dennoch steht der Club mit 13 Punkten als Tabellenletzter vor dem direkten Abstieg. 


Die letzten Spiele verloren die Clubberer zwar nur knapp, dennoch zählen im Moment nur Siege. Doch auf einen Sieg warten die Fans des FCN schon seit 20 Spielen. Mit 13 Punkten steht man so schlecht da wie noch nie zu diesem Zeitpunkt der Saison. So scheint der Abstieg unvermeidbar. 


Doch die Mannschaft und der neue Trainer Boris Schommers sind zuversichtlich. Die Defensive konnte stabilisiert werden und der Kampfgeist ist zurückgekehrt. Doch das allein reicht derzeit nicht um in der ​Bundesliga zu bestehen. Die große Schwachstelle des Teams liegt in der Offensive: In 25 Spielen erzielten die Nürnberger nur magere 19 Tore. 


Schommers verfolgt einen sehr positiven Ansatz und lobte die Mannschaft nach der knappen 0:1-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Eintracht Frankfurt. "Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft. Es ist nicht selbstverständlich, welchen Kampf sie geboten hat", bekundete der 40-jährige. Doch Kampf allein scheint in der Bundesliga nicht auszureichen. Die Nürnberger müssen eindeutig torgefährlicher werden.


Wochen der Wahrheit nach der Länderspielpause


Es war schon im Sommer abzusehen, dass der Verein es nicht leicht haben wird. Das Budget ist im Vergleich zu anderen Bundesligisten sehr gering, sodass der Kader nicht wirklich verstärkt werden konnte. Zwar wurden die meisten Leistungsträger gehalten, doch der Großteil der Mannschaft hat wenig Erfahrung im Oberhaus. Doch in Nürnberg bleibt man sachlich und vor allem realistisch. Und man glaubt an die minimale Chance die noch verbleibt.


Nach der Länderspielpause trifft man mit Augsburg, Stuttgart und Schalke auf Konkurrenten im Abstiegskampf. Sollte man in diesen Spielen Erfolg haben, könnte der Relegationsplatz, der derzeit sieben Punkte entfernt ist, wieder näher rücken.