​Die ​TSG Hoffenheim hat einen Nachfolger für Julian Nagelsmann präsentiert - und der heißt nicht Marco Rose von RB Salzburg. Vielmehr wird ab der kommenden Saison Alfred Schreuder die Geschicke der Kraichgauer leiten. Das teilte der Klub am Dienstagnachmittag offiziell mit.


​Lange Zeit galt Rose von Österreichs Serienmeister als Wunschkandidat für den Trainerposten in Hoffenheim. Doch der ​zögerte seine Zusage immer weiter hinaus - Rose soll bei einigen renomierten Klubs auf der Liste stehen, u.a. beim VfL Wolfsburg, Schalke 04 und sogar Manchester United galt zwischenzeitlich als potenzieller Interessent.


So hat man im Kraichgau wohl schnell realisiert, dass man einen Plan B braucht. Und der ist mit Alfred Schreuder nun gefunden. Der 46-jährige Niederländer arbeitet derzeit als Co-Trainer bei Ajax Amsterdam und steht dort eigentlich noch bis 2020 unter Vertrag. Im Kraichgau ist er kein unbekannter, zwischen Oktober 2015 und Januar 2018 war Schreuder bei der TSG Assistenzcoach.


Nun erinnerte man sich offenbar an den alten Bekannten und vertraut ihm den Cheftrainerposten ab der kommenden Saison zu. Schreuder unterschreibt bis Sommer 2022.


"Wir haben intensiv und in Ruhe an der Umsetzung einer für uns optimalen Lösung gearbeitet und sind sehr glücklich, nun auch die Fakten nennen zu können. Da wir in Sachen Cheftrainer frühzeitig Klarheit hatten, konnten wir die Zeit nutzen, um sorgfältig Vorarbeit zu leisten und den Prozess der Neubesetzung mit großer Geduld und Intensität zu gestalten", wird Alexander Rosen, Direktor Profifußball der TSG, zitiert. "Alfred kennt unsere Strukturen und den Großteil des Teams, außerdem hat er durch seine hervorragende Expertise sowie eine strategische, klare und kommunikative Art maßgeblich zum Erfolg der vergangenen Jahre beigetragen. Ich persönlich freue mich darauf, gemeinsam mit Alfred in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit die Entwicklung unserer Mannschaft voranzutreiben", so Rosen weiter.


Schreuder selbst zeigte sich ebenfalls hocherfreut über seine Rückkehr: "Ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Hoffenheim und weiß um die große Herausforderung, aber genau darin liegt für mich ein besonderer Reiz", sagt Alfred Schreuder. "Ich bin voller Ehrgeiz, als Cheftrainer hier nun weitere, eigene Akzente zu setzen und die jüngste Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Natürlich wird es hilfreich sein, dass ich die Strukturen des Klubs ebenso kenne wie alle handelnden Personen."