Nach dem Sieg gegen ​Bayer Leverkusen ist jeder bei ​Werder Bremen so hoffnungsvoll wie noch nie. Europa ist nun wieder in Reichweite. Doch neben dem großen Ziel gibt es auch für einzelne Spieler kleine Erfolge. Vor allem Marco Friedl nutzte seine Chance gegen die Werkself und lässt nun viele von sich schwärmen.


Gegen Bayer Leverkusen kam Marco Friedl in der Hinrunde zu seinem Startelfdebüt für Werder. Allerdings war es ein katastrophales Spiel für den nun 21-Jährigen. Bei der 3:0-Pausenführung für Bayer war er an jedem Gegentor beteiligt. Ein Rückschlag für den Österreicher, auf den man in Bremen baut.


Nun musste er durch die Gelbsperre von Milos Veljkovic und der Verletzung von Sebastian Langkamp wieder ran. Und das ausgerechnet gegen Bayer Leverkusen. Doch Friedl ließ sich die Nervosität aus dem Hinspiel nicht anmerken und lieferte eine rundum gute Vorstellung ab. Die Deichstube berichtet von einem robusten, aber auch eleganten Auftritt des Youngsters.


​Dass Werder das Spiel auch noch gewann, machte den Tag nach dem verkorksten Hinspiel von Friedl perfekt: "Ich weiß natürlich, wie für mich das Hinspiel gelaufen ist, aber vor dem Rückspiel habe ich mich nur auf mich konzentriert. Das ist mir gut gelungen." Er scheint nun endlich an der Weser angekommen zu sein.


Kohfeldt ist von Friedl überzeugt

Mit solchen Leistungen würde er in der Kaderplanung der nächsten Jahren natürlich auch eine immer größere Rolle spielen. Schon Ende Februar war die Devise klar: ​Friedl soll in jedem Fall in Bremen bleiben. Auch Trainer Florian Kohfeldt schätzt die Chancen dafür sehr gut ein und weiß, welche Rolle Friedl in den nächsten Jahren übernehmen könnte.


"Marco hat realistische Chancen, sich bei uns in der nächste Saison zum Stammspieler zu entwickeln. Die Grundfähigkeit dafür hat er. Er hat Geschwindigkeit, er hat Passschärfe", so Kohfeldt in der Deichstube. Auch er will den jungen Österreicher unbedingt halten. Friedl ist nämlich nur ausgeliehen und würde unter normalen Umständen im Sommer zum FC Bayern München zurückkehren. Doch das Interesse der Werderaner könnte ihn von einem Verbleib überzeugen.

Marco Friedl

Eine Rückkehr nach München ist momentan eher unwahrscheinlich



Auch der 21-Jährige glaubt an eine Zukunft beim SVW: "Die Gespräche laufen. Ich fühle mich wohl in Bremen, die Mannschaft gefällt mir und das Trainerteam auch." Anscheinend seien auch nur noch "Kleinigkeiten" zu klären. Zudem kann sich Friedl auch immer wieder auf seine Mitspieler verlassen. Vor allem Niklas Moisander ist für ihn eine wichtige Stütze: "Es tut gut, Niklas neben mir zu haben. Er coacht über das ganze Spiel. Das ist für einen jungen Spieler wie mich sehr wichtig."


Selbst von seinem Kapitän erhält er Rückendeckung. "Nach dem Hinspiel war es für ihn heute nicht gerade einfach, denn er hatte das sicher im Hinterkopf. Aber er hat gezeigt, dass er in seinen jungen Jahren auf diesem Niveau spielen kann", lobte Max Kruse. Dass er für Bremen also immer wichtiger wird, bestätigt Kohfeldt abschließend: "Seine Spielanteile werden sukzessive steigen, keine Frage."