Im vergangenen Sommer lehnte Antoine Griezmann einen Wechsel zum ​FC Barcelona ab und verlängerte stattdessen seinen Vertrag bei Atletico. Mittlerweile soll der Franzose diese Entscheidung allerdings bereuen und erneut einen Wechsel zu den Katalanen anstreben. Diese sind nach wie vor interessiert.


​Die Enttäuschung über das Aus im Champions-League-Achtelfinale war bei Atletico Madrid riesengroß. Im Hinspiel konnte ​Juventus noch mit 2:0 besiegt werden, doch nach einem Dreierpack von Cristiano Ronaldo im Rückspiel schieden die Rojiblancos trotzdem aus - der Traum vom Finale im eigenen Stadion ist damit zerplatzt. "Wir haben uns einen schlechten Tag rausgesucht, es derart zu vermasseln. Wir sind alle stinksauer", sagte Atleticos Topstar Antoine Griezmann hinterher laut kicker. "Ich bin der Erste, der das ist. Und ich bin schuld, weil ich nicht den Unterschied ausgemacht habe, im Gegensatz zum Hinspiel. Ich bin heute nicht in Erscheinung getreten."


Dieses Ausscheiden hat bei Griezmann allerdings noch etwas ganz anderes hervorgerufen als Wut und Enttäuschung: Wehmut und die Frage "was wäre wenn?" Denn wie die franzözische Zeitung L'Equipe berichtet, bereut der 27-Jährige inzwischen, im vergangenen Sommer nicht zum FC Barcelona gewechselt zu sein und stattdessen seinen Vertrag bei Atletico bis 2023 verlängert zu haben. Damals hatte der französische Nationalspieler bereits heftig mit den Katalanen geflirtet, ​verkündete dann aber kurz vor Beginn der Weltmeisterschaft in Russland seine Vertragsverlängerung. Damit wurde er bei den Fans der Colchoneros endgültig zum Helden.


Doch nun soll Griezmann mit der sportlichen Entwicklung seines Herzensklubs alles andere als zufrieden sein. In der Champions League gab es das angesprochene Aus, in der Copa del Rey scheiterte Atletico ebenfalls im Achtelfinale am FC Girona aufgrund der Auswärtstore und in der Liga bestehen nach der 0:2-Heimpleite am gestrigen Samstag nur noch theoretische Chancen auf den Titel. Tabellenführer ist Barca mit sieben Punkten Vorsprung, dieser kann heute aber auf zehn ausgebaut werden. Auch in den anderen Wettbewerben sind die Blaugrana noch dabei.


Ausstiegsklausel über 120 Millionen Euro


In dem Bericht der L'Equipe heißt es, Griezmann blicke wehmütig nach Barcelona und beschäftige sich wieder mit einem Wechsel. Auch im Lager der Katalanen soll weiterhin Interesse am Weltmeister bestehen, der Kontakt zu dessen Umfeld sei wieder aufgenommen worden. Barca will demnach Luis Suarez und Lionel Messi, die beide bereits 32 sind, ergänzen und gleichzeitig in die Zukunft zu investieren. Trainer Ernesto Valverde soll nach wie vor verrückt nach Griezmann sein.


Auch finanziell wäre der Transfer offenbar zu stemmen. Zuletzt geisterte immer mal wieder eine Ablösesumme von 200 Millionen Euro durch die Medien, allerdings soll sich im Vertrag des Angreifers eine Ausstiegsklausel über 120 Millionen Euro befinden, die nach dem Champions-League-Aus bis zum 30. Juni 2019 aktiviert werden kann. Griezmann und Barca - dieses Thema könnte in diesem Sommer erneut heiß werden. Laut Mundo Deportivo ist er allerdings zum jetzigen Stand nicht die erste Option, was potentielle Offensiv-Verstärkungen im Sommer anbelangt. Dies könnte sich aber noch ändern.