Am Freitagmittag traten ​Schalkes Interimstrainer Huub Stevens und sein Assistent Mike Büskens erstmals vor die Presse. Bis Saisonende sollen beide auf der Trainerbank sitzen. 


Bereits am Samstag gegen ​RB Leipzig (15.30 Uhr) werden Huub Stevens und Mike Büskens auf der Trainerbank sitzen. Schalkes neuer Sportvorstand Jochen Schneider erklärte bei der Pressekonferenz zudem, dass ​Gerald Asamoah als Teammanager fungieren wird. Stevens solle nach Beendigung seiner Trainertätigkeit "wieder in den Aufsichtsrat zurückkehren". 


Stevens ohne gesundheitliche Probleme 


Auf die Frage nach seiner Gesundheit antwortete Huub Stevens: "Wenn es ein gesundheitliches Problem gegeben hätte, würde ich hier nicht sitzen. Mir geht es im Moment gut und ich hoffe, dass es mir auch in drei Monaten noch gut gehen wird." Ende 2018 wurde der 65-Jährige am Herzen operiert. Seit Juni 2018 war Stevens im Aufsichtsrat des FC Schalke 04 aktiv. Als Trainer ist es bereits seine vierte Amtszeit bei den Königsblauen. 


Auf die Frage, wie gut Stevens das Team kenne, antwortete der Niederländer: "Ich war nie in der Kabine und auch nie beim Training. Ich muss jetzt in den kommenden Tagen alles anschauen und viele Gespräche führen, mit den Spielern und mit Seppo Eichkorn."  


Torwartfrage noch offen


Auf die Frage, ob ​unter Vorgänger Domenico Tedesco aussortierte Spieler bei ihm wieder gefragt sind, antwortete Stevens schmunzelnd: "Jeder Mensch kriegt eine zweite Chance." Allerdings wollte er sich noch nicht festlegen, ob Ralf Fährmann oder Alexander Nübel, der vor kurzem von Tedesco zur Nummer eins gemacht wurde, im Tor steht. Der Trainer der Schalker Eurofighter 1997 erklärte vielsagend: "Wir werden uns da Gedanken machen und sprechen auch mit dem Torwarttrainer darüber. Eins ist sicher, am Samstag wird einer im Tor stehen."


Auf die Frage, ob er als Interimstrainer bei einem anderen Klub eingesprungen wäre, antwortete Stevens mit Nachdruck: "Nein!" Des weiteren bedankte er sich bei Tedesco "für die gute und ehrliche Arbeit". Gestern habe er mit ihm gesprochen. "Die Freundschaft zu ihm bleibt bestehen."

Büskens plant nur bis Juli


Mike Büskens, der während seiner aktiven Karriere unter Stevens spielte, geht mit Optimismus an die Aufgabe. "Wir machen das mit viel Freude, brauchen aber viel Energie, nur alle zusammen können wir uns aus dieser Situation befreien, da wollen wir beide vorgehen. Wir wollen das gemeinsam machen", sagte der 50-Jährige. 


Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, im Sommer Schalke-Trainer zu bleiben, sagte Büskens: "Die Entwicklung war so rasant, dass ich mir über diese Dinge noch gar keine Gedanken machen konnte. Es gibt momentan viel Wichtigeres als die Frage: Was mache ich am 1. Juli." 


Nächster Gegner Leipzig


Auch der kommende Schalker Gegner RB Leipzig war ein Thema der Pressekonferenz. Stevens ging darauf ein, dass Leipzig einen guten und schnellen Fußball spielt. "Wie wir gegen diesen starken Gegner spielen, werden wir morgen sehen. Ich muss mir erstmal einen Eindruck von der Mannschaft verschaffen. Und dann müssen wir uns auf unser Spiel konzentrieren, und nicht auf den Gegner. Wir müssen jetzt die Tugenden abliefern, die nun auf Schalke gefragt sind."