Die Freude über das Erreichen des Viertelfinals in der Europa League überwiegt bei ​Eintracht Frankfurt. Allerdings wurde der gestrige 1:0-Erfolg bei Inter Mailand von einigen Chaoten überschattet, die in der Schlussphase der Partie Pyrotechnik zündeten und sogar in einen Block der Inter-Fans schmissen. 


Mittelfeldspieler Sebastian Rode meinte: "Es ist ärgerlich." Torhüter Kevin Trapp betonte: "Es ein No-Go. Wir wissen, dass wir vorbestraft sind." Was war passiert? In den letzten Minuten des Europa-League-Spiels zwischen Inter Mailand und Eintracht Frankfurt hatten einige mitgereiste Anhänger der Hessen Pyrotechnik gezündet.


Diesmal landete wieder eine Leuchtrakete in einem Inter-Fanblock, eine weitere nach Schlusspfiff auf dem Rasen. "Wir betonen immer, dass wir die Fans brauchen, besonders auswärts. Das hat uns auch heute wieder geholfen", sagte Trapp weiter: "Es ist einfach schade, dass es manche nicht verstehen. Wenn 15.000 hierher mitreisen und sich auf ein Spiel freuen und Einzelne es kaputt machen, dann ist das einfach Schwachsinn. Dafür habe ich kein Verständnis."


Strafe droht


Bereits beim Gruppenspiel bei Lazio Rom im Dezember 2018 war es zu ähnlichen Vorfällen seitens der Frankfurt Fans gekommen. Nachdem zahlreiche Lazio-Fans den Eintracht-Anhang mit Hitlergrüßen provoziert hatte, wurden Leuchtraketen in Richtung der gegnerischen Fans und in Richtung des Platzes geschossen.


Die Ethikkommission des Europäischen Fußball-Verbands (UEFA) hatte Eintracht Frankfurt damals mit einer Ausschlussstrafe für das nächste Auswärtsspiel auf internationaler Ebene belegt, die Sanktion jedoch für zwei Jahre auf Bewährung ausgesproch. Zusätzlich musste der Klub damals 80.000 Euro zahlen. Unter Umständen könnte die Auschlussstrafe jetzt greifen. Dann wäre das kommende Auswärtsspiel im Europa-League-Viertelfinale betroffen.