​​Eintracht Frankfurt hat im Europa-League-Achtelfinale den nächsten namhaften Gegner ausgeschaltet. Nach dem torlosen Remis im Hinspiel feierten die Hessen am Donnerstagabend ​in Mailand einen verdienten 1:0-Auswärtssieg, der am Ende noch deutlich höher hätte ausfallen können. Die Verantwortlichen waren mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden.


"Wenn man beide Partien betrachtet, sind wir verdient weitergekommen. Ich bin stolz auf die tolle Leistung der Mannschaft", erklärte Co-Trainer Christian Peintinger, der für den gesperrten ​Cheftrainer Adi Hütter an der Seitenlinie stand. "Wir haben unglaublich viel Leidenschaft und Hingabe gezeigt. Jeder einzelne Spieler hat alles gegeben, um ins Viertelfinale zu kommen." 


Für den Österreicher sei es ein aufregendes Erlebnis gewesen, "unsere Mannschaft vor so einer tollen Kulisse coachen zu dürfen. Es war ein überragendes Gefühl, am Ende noch mal mit den Fans zu feiern", wird der 51-Jährige, der von einem Highlight in seiner Karriere sprach, auf der vereinseigenen Homepage zitiert.

Die Hessen erwischten einen Auftakt nach Maß und gingen nach wenigen Minuten durch Luka Jovic in Führung. Der 21-Jährige setzte sich zunächst energisch im Laufduell durch und überwand Inter-Schlussmann Samir Handanovic mit einem lässigen Lupfer (5.). Zwei Zeigerumdrehungen zuvor hatte ​Sebastien Haller nach einem Abpraller die Latte getroffen. "Wir konnten vor allem zu Beginn nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Und das hat uns, verbunden mit dem frühen Gegentor, das Leben richtig schwer gemacht", resümierte Inter-Coach Luciano Spalletti. 

In der Folgezeit war die SGE spielbestimmend und ließ die Hausherren kaum zur Entfaltung kommen. Inter fand nach rund 20 Spielminuten zwar besser in die Partie, brachte die kompakte Eintracht-Defensive allerdings kaum in Verlegenheit. Auf der anderen Seite verpassten es Mijat Gacinovic (39.) und Jovic (40.), die Führung weiter auszubauen. Nach Wiederanpfiff erhöhten die Nerazzurri das Risiko, wodurch sich für die Peintinger-Elf viele Konterchancen (Haller, 55., Gacinovic, 56., Jovic, 68.) ergaben, die jedoch allesamt ungenutzt blieben.

Inter fehlte im letzten Drittel die nötige Durchschlagskraft. Der Gastgeber strahlte lediglich bei Distanzschüssen (Matteo Politano, 56., Milan Skriniar, 71.) Torgefahr aus. "Wir haben versucht, das Spiel mit individuellen Fähigkeiten und nicht als Team zu lösen. Dabei haben wir zu viele falsche Entscheidungen getroffen", betonte Spalletti. "Diese Niederlage ist sehr bitter." Die letzte Großchance der Partie gehörte Jovic, der nach einer Flanke völlig freistehend mit einem Kopfball an Handanovic scheiterte (90.+1). Die Eintracht überstand auch die sechsminütige Nachspielzeit ohne Gegentreffer und zog letztendlich verdient ins Viertelfinale ein.

"Vor dieser Leistung kann man nur den Hut ziehen. Wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, mit welchem Willen sie das Ding gewinnen wollte. Ich bin wirklich beeindruckt", gab Sportdirektor Bruno Hübner zu Protokoll. "Jetzt hoffen wir, dass wir ein schönes Los bekommen." 


Sebastian Rode, der in der Schlussphase von Krämpfen geplagt ausgewechselt werden musste, sprach nach der Partie von einem "unglaublichen Gefühl. Wenn wir so als Team weitermachen, können wir auch die ganz großen Teams ärgern", so die BVB-Leihgabe. "Ich möchte mich bei den Fans bedanken: Das war heute eine Heimspiel-Atmosphäre. Toll, dass wir davon etwas zurückgeben konnten", sagte Makoto Hasebe. 

Pressestimmen​


  • "EL-Sieg gegen Inter: Eintracht rettet Ehre der Bundesliga" - n-tv


  • "Eintracht Frankfurt erreicht in Mailand das Viertelfinale" - WAZ


  • "Eintracht stürmt ins Viertelfinale der Europa League" - Hessenschau


  • "Viertelfinale! Eintracht schlägt Inter und feiert Europacup-Party im San Siro" - tag24.de

Wann wird das Viertelfinale ausgelost?


In Nyon geht am heutigen Freitag ab 13 Uhr die Auslosung über die Bühne. Eurosport und der Streamingdienst DAZN zeigen die Auslosung live.


Auf welche Mannschaften kann die Eintracht treffen?