Am vergangenen Wochenende gab es in der 4. Liga beim Spiel zwischen dem Chemnitzer FC und dem Berliner Stadtteilklub VSG Altglienicke nicht nur ein spektakuläres Ergebnis von 4:4, sondern auch einen handfesten Skandal. Während des Spiels wurde der Tod von Thomas Haller, einem rechtsradikalen Fan des CFC, betrauert. Der ehemalige ​RB-Leipzig-Spieler Daniel Frahn sorgte mit einem Torjubel bei der Partie ebenfalls für Aufsehen und wurde nun gesperrt.


Der Skandal in Chemnitz erhält erste Konsequenzen. Dort war am vergangenen Wochenende der Tod von Thomas Haller öffentlich betrauert worden mit einer Choreographie und Pyro-Show. Das Haller bekennender Neonazi war, schien einen Großteil der ca. 4.000 Zuschauer dabei nicht zu stören. Nachdem sich bereits einige Sponsoren vom Klub distanziert haben und ihre Mitarbeit mit dem CFC aufkündigten, nachdem diverse Mitarbeiter vom Klub wie unter anderem die Pressesprecherin gekündigt wurden, wird nun auch der Ex-Leipziger Daniel Frahn gesperrt.


Was war passiert? Frahn hatte nach einem Treffer ein Shirt eines Fans genommen und damit gejubelt. Dumm nur, das es sich dabei um ein Shirt handelte, welches die Aufschrift „Support your local Hools“ handelte. Frahn wusste offenbar nicht, wen er da unterstützte, auch der NOFV, der nordostdeutsche Fußballverband, fand die Aktion alles andere als witzig.


Daher sperrte man Frahn „im Wege einer einstweiligen Verfügung mit sofortiger Wirkung bis zur Entscheidung des NOFV-Sportgerichtes in der Hauptsache“, wie der Verband erklärte. Damit ist der Stürmer mindestens für das kommende Auswärtsspiel beim BFC Dynamo gesperrt, eine weitere Sperre könnte folgen.


Frahn selbst entschuldigte sich bereits und erklärte: „Das Shirt, dass ich hochgehalten habe, diente nicht dazu, ein politisches Statement zu setzen. Mir war auch nicht bewusst, dass dieses Shirt so tief in der Neonazi-Szene verankert ist. Dafür möchte ich mich aufrichtig und ehrlich entschuldigen.“ Bereits zuvor erklärte er in einem Statement, dass er „kein Sympathisant eines Neonazis“ sei. „Auch teile ich diese politische Einstellung nicht und trage auch keine rechten Gedanken in mir.“ Stattdessen stehe eher für „Respekt, Offenheit, Meinungsfreiheit und Toleranz“. Um die Sperre kommt er nun dennoch nicht herum.