​Der VfL Wolfsburg gab am frühen Dienstagabend bekannt, dass Bruno Labbadia seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Damit bestätigen die Wölfe ​einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung.


Labbadia hatte den VfL im Februar 2018 übernommen, aus der Abstiegszone geführt und zu einem Anwärter für die internationalen Plätze geformt. Dennoch stellte ​Wolfsburgs Geschäftsführer Jörg Schmadtke zuletzt eine Verlängerung mit dem 53-Jährigen in Frage.


Nach der 0:6-Niederlage gegen den FC Bayern traf Labbadia die Entscheidung, nach der aktuellen Spielzeit einen Schlussstrich zu ziehen und sein Arbeitspapier nicht zu verlängern. Am Dienstagmittag benachrichtigte er die Geschäftsführung der Niedersachsen sowie seine Mannschaft.


Als Grund gab Labbadia Differenzen mit Schmadtke an: "Ich habe mir in den vergangenen Wochen Gedanken über die Zukunft gemacht und bin nun zu dem Entschluss gekommen, dass ich dem VfL Wolfsburg ab dem Sommer nicht mehr zur Verfügung stehe. Eine weitere Zusammenarbeit wäre für den VfL nur zielführend und sinnvoll, wenn ein konsequenter fachlicher Austausch zwischen den sportlichen Verantwortlichen über die gesamte Saison gegeben wäre. Da unsere Vorstellungen nicht zu einhundert Prozent übereinstimmen, habe ich für mich diesen Entschluss gefasst."

​​Der angesprochene Schmadtke zeigte sich überrascht, da für April eigentlich noch Vertragsgespräche zwischen beiden Akteuren ausgemacht waren: "Der Zeitpunkt der Entscheidung von Bruno Labbadia hat uns überrascht, da wir gerne das von beiden Seiten geplante ergebnisoffene Gespräch mit ihm geführt hätten. Dass es dazu jetzt nicht kommt, ist schade, aber wir respektieren seine Entscheidung."


Neben Labbadia werden auch seine beiden Assistenztrainer Eddy Sözer und Olaf Janßen sowie Rehatrainer Günter Kern den Verein verlassen.